function buttonkritiken(){
	opentree(); 
	var elem = document.getElementById('id-mitte');
	  elem.innerHTML = 
    '<h2>Kritiken</h2>' +
/*  -------------------------------------------------------- */ 
    '<table>' +  
    '<colgroup>' +  
    '  <col width="160" />' +          
    '  <col width="10" />' +          
    '  <col width="160" />' + 
    '  <col width="10" />' +          
    '  <col width="160" />' +              
    '</colgroup>' + 
    '<tr>' +
    '<td><a href="#Kritiken 2010">Kritiken 2010</a></td><td></td>' +  
    '<td><a href="#Kritiken 2000">Kritiken 2000</a></td><td></td>' +    
    '<td><a href="#Kritiken 1990">Kritiken 1990</a></td>' +    
    '</tr>' +     
    '<tr>' +
    '<td><a href="#Kritiken 2009">Kritiken 2009</a></td><td></td>' +  
    '<td><a href="#Kritiken 1999">Kritiken 1999</a></td><td></td>' +    
    '<td><a href="#Kritiken 1989">Kritiken 1989</a></td>' + 
    '</tr>' +     
    '<tr>' +
    '<td><a href="#Kritiken 2008">Kritiken 2008</a></td><td></td>' +  
    '<td><a href="#Kritiken 1998">Kritiken 1998</a></td><td></td>' +    
    '<td></td>' +
    '</tr>' + 
    '<tr>' +
    '<td><a href="#Kritiken 2007">Kritiken 2007</a></td><td></td>' +  
    '<td><a href="#Kritiken 1997">Kritiken 1997</a></td><td></td>' +    
    '<td></td>' +    
    '</tr>' +     
    '<tr>' +
    '<td><a href="#Kritiken 2006">Kritiken 2006</a></td><td></td>' +  
    '<td><a href="#Kritiken 1996">Kritiken 1996</a></td><td></td>' +    
    '<td></td>' +    
    '</tr>' +     
    '<tr>' +
    '<td><a href="#Kritiken 2005">Kritiken 2005</a></td><td></td>' +  
    '<td><a href="#Kritiken 1995">Kritiken 1995</a></td><td></td>' +    
    '<td></td>' +    
    '</tr>' +     
    '<tr>' +
    '<td><a href="#Kritiken 2004">Kritiken 2004</a></td><td></td>' +  
    '<td><a href="#Kritiken 1994">Kritiken 1994</a></td><td></td>' +    
    '<td></td>' +    
    '</tr>' +   
    '<tr>' +
    '<td><a href="#Kritiken 2003">Kritiken 2003</a></td><td></td>' +  
    '<td><a href="#Kritiken 1993">Kritiken 1993</a></td><td></td>' +    
    '<td></td>' +    
    '</tr>' +           
    '<tr>' +
    '<td><a href="#Kritiken 2002">Kritiken 2002</a></td><td></td>' +  
    '<td><a href="#Kritiken 1992">Kritiken 1992</a></td><td></td>' +    
    '<td></td>' +    
    '</tr>' +       
    '<tr>' +
    '<td><a href="#Kritiken 2001">Kritiken 2001</a></td><td></td>' +  
    '<td><a href="#Kritiken 1991">Kritiken 1991</a></td><td></td>' +    
    '<td></td>' +    
    '</tr>' +       
    '</table>' + 	  
    '<hr>' +
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 2010">Kritiken 2010<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">Noch keine Kritiken vorhanden!</pre>   ' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' +     
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 2009">Kritiken 2009<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">Noch keine Kritiken vorhanden!</pre>   ' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 2008">Kritiken 2008<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">17.02.2008	... auf der Suche nach dem verlorenen Klang. ...<br>' +
    'Renaissancemusik des Goldenen Zeitalters der Iberischen <br>' +
    'Halbinsel<br>' +
    'SZ, 20.02.2008<br>' +
    'Juwelenhandel zum Finale der Tage der Alten Musik<br>' +
    'pes<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarlouis. Das sonntägliche Abschlusskonzert der Tage der Alten Musik im Saarland (Tamis) in der Saarlouiser Evangelischen Kirche entpuppte sich als deren Höhepunkt. Joachim Fontaine, Musik-Archäologe und ständig auf der Suche nach alten Klang-Perlen, präsentierte mit der Kantorei Saarlouis – unterstützt vom Freiburger Ensemble La Gamba - selten gehörte Renaissancemusik der Iberischen Halbinsel.' +
    'Prachtvolle Mehrstimmigkeit des 16. Jahrhunderts in vollendetem polyphonem Satz: Vokal und instrumental reihte sich Juwel an Juwel. Die Kompositionen von Pedro Rimonte über Alonso Lobo bis zu Francisco Guerrero – den meisten gänzlich unbekannt – boten wunderbare vier- bis sechsstimmige Liedsätze, die in ihrer strengen Stimmführung so manche seltsame harmonische Reibung hervorriefen.' +
    'Dirigent Fontaine, trotz seiner starken Erkältung tapfer am Pult, steigerte mit sensiblen Gesten Einsatzwillen und Expressivität seiner Kantorei aufs Äußerste. Die enorme melodische Kraft der einzelnen Lieder erforderte schlanke Diktion, schmiegsames Pastellieren und lebendige Phrasierung. Das gelang hervorragend, zumal das stimmliche Reservoir des Chores in allen Lagen ausgezeichnet ist. Man könnte angesichts der duftigen dynamischen Nuancen und rhythmischen Blitzlichter der Interpretationen ins Schwärmen geraten.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    '30.11.2008	Johann Sebastian Bach<br>' +
    'Messe h-Moll <br>' +
    'Messe in Moll<br>' +
    'Die Saarlouiser Kantorei hat Bach vertont<br>' +   
    'Jutta Stamm (jst)<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarlouis. Die Saarlouiser Kantorei hat sich nach 1994 ein zweites Mal an die Vertonung der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach gewagt. In der evangelischen Kirche hat neben dem hervorragend geschulten Chor und einem stimmigen Solistenensemble das Ensemble UnaVolta (wie der Chor unter der Leitung von Joachim Fontaine) auf historischen Instrumenten brilliert.' +
    'Mit dem ersten wuchtigen Akkord des Kyrie werden die Zuhörer am Sonntagabend in die Welt tiefer Frömmigkeit entrückt. Von Anfang an überzeugen die Choristen mit mächtig strahlendem Klang, sauberer Intonation, selbst in sehr hohen Lagen von Sopran und Tenor. Unisono umrahmen Violinen im Mittelteil des Kyrie die Solostimmen mit lebhaften Sechzehntel-Figuren. Schon dieses erste Duett mit der griechischen Sopranistin Fanie Antonelou und dem englischen Countertenor Jonathan Peter Kenny ist anrührend. Während Antonelou mit leicht geführter, klarer und warmer Stimme singt, wirkt Kenny stets bemüht. Timbre und Pathos dieser Ausnahme-Stimme sind jedoch ebenso unvergleichlich intensiv wie sein Mienenspiel.' +
    'Nicht weniger meistert Tenor John Elwes mit Einfühlung und Kantabilität seinen Part. Wie Jens Hamann, Bass, besitzt er das untrügliche Gespür für die spannungsreiche, vom Text ausgehende Gestaltung melodischer Bögen. Einen jubilierenden Glanz verleihen die Trompeten, insbesondere die Clarin-Trompete von Edward Tarr. Riesenapplaus für herausragende Leistungen.' +
    '</p>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */ 
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 2007">Kritiken 2007<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">04.11.2007	Georg Friedrich Händel<br>' +
    'Israel in Egypt<br>' +
    'SZ, Lokalteil Saarlouis (Vorbericht)<br>' +
    'Das größte barocke Oratorium<br>' +
    'Kantorei und Una Volta führen am Sonntag Händels „Israel in Ägypten“ auf<br>' +
    'Johannes Werres<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Alles was ein Oratorium in sich vereinigen kann. Größter Aufwand: Das ist Händels „Israel in Ägypten". Beeindruckender als Händels „Messias“, verspricht der Leiter der Kantorei Saarlouis, Joachim Fontaine.' +
    'Saarlouis. Georg Friedrich Händels Oratorium „Messias“ ist für viele das Größte überhaupt. Mal langsam, sagt der Leiter der Kantorei Saarlouis, Joachim Fontaine. Da ist noch „Israel in Ägypten“, auch von Händel. Und das „sticht den Messias aus“. Das nach Angaben Fontaines „wohl größte barocke Oratorium“ ist am Sonntag, 4. November, in der Evangelischen Kirche zu hören. Dass es dort live zu hören ist, macht schon das Besondere aus. „Das geschieht höchst selten", sagt Fontaine, „weil die wenigsten Konzert- und Kammerchöre die Kraft und die Zeit aufbringen, die je nach Fassung 20 bis 30 Chorsätze in doppelter achtstimmiger Darstellung nach über 400 Seiten Partitur einzustudieren und zu singen. Dabei ist „Israel in Ägypten“ zwar umfänglicher, aber nicht länger als andere Oratorien. Die geballte Kraft liegt bei den Chören. Fontaine: ,,In keinem anderen Oratorium hat Händel die Ausdrucksmöglichkeiten des Chorgesangs so nach allen Seiten ausgelotet. Ergreifende Totenklagen stehen neben strahlenden Triumphchören. Besonders aber fesselt die ungemein plastische musikalische Schilderung der spektakulären Ereignisse, die den Auszug Israels aus Ägypten begleiten: Die zehn Plagen, die Gott über die Ägypter kommen lässt, hat Händel zu ebenso verblüffenden wie überzeugenden chorischen Klanggemälden inspiriert. Hier herrscht eine Abwechslung der Charaktere, ein Reichtum der Einfälle, der die zweieinhalb Stunden Aufführungsdauer völlig vergessen lässt.“' +
    'Natürlich gibt es Solo-Partien. Für sie hat Fontaine „sechs erstklassige Solisten aus London und aus der Region hier vor Ort ausgesucht". Die Kantorei führt „Israel in Ägypten“ zusammen mit dem Ensemble Una Volta auf. Es spielt auf barocken Instrumenten. ' +
    'Händel schrieb „Israel in Ägypten“ 1738 in London. Dort wurde das Oratorium 1739 uraufgeführt. Es entstand damit noch vor dem „Messias“. Das Oratorium hat zwei Teile, den Exodus (Auszug) und den Lobgesang des Mose. ' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ 08.11.2007<br>' +
    'Weg in die Freiheit: Kantorei Saarlouis sang „Israel in Ägypten“<br>' +
    'Händels größtes Oratorium in englischer Sprache in der Evangelischen Kirche<br>' +
    'Jutta Stamm<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Unter der Leitung von Joachim Fontaine führten die Kantorei Saarlouis, das Barock-Ensemble Una Volta und ein Solistensextett Händels Oratorium „Israel in Ägypten" in englischer Sprache auf. Prachtvolle Chorsätze wechselten mit virtuosen Orchesterpassagen und begeisterten das Publikum in der voll besetzten Evangelischen Kirche Saarlouis.' +
    'Saarlouis. Außergewöhnliche Werke erfordern außergewöhnliche Anstrengungen. Die von Chorleiter Joachim Fontaine ausgezeichnet geschulte und bestens disponierte, durch fünf Solisten erweiterte Kantorei Saarlouis meisterte Handels Oratorium „Israel in Ägypten“ mit zwei Doppelchören nicht nur stimmlich mit Bravour, sondern lieferte ebenso eine einfühlsame und spannungsgeladene Interpretation ab. Alles in englischer Sprache.' +
    'Von Anfang an hatte Fontaine seine Chordamen und –herren auf musikalische Entdeckungsreisen mitgenommen, ihnen viel zugetraut. Hervorragende Kritiken waren der Lohn. Sonntagabend begeisterte er sein Publikum ein weiteres Mal.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'In Chören geschrieben<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Dank der Unterstützung des Barockensembles Una Volta (inklusive Orgel und Cembalo) und einem erstklassigen Solistensextett gelang es ihm, im „wohl größten Oratorium" eine Dramatik aufzubauen, die auch einer italienischen Oper angemessen wäre.' +
    '„Israel in Ägypten“ ist nicht mit Chören, sondern ganz in Chören geschrieben. So formuliert es Händel-Biograf Romain Rolland. In Übereinstimmung mit dem Dirigenten und stimmlicher Geschlossenheit trägt der gesamte Klangkörper zur Vollendung eines Musikgemäldes bei, das in kurzen Rezitativen, eindrucksvollen Chorsätzen, geschliffenen Soli und Duetten vom Schicksal des Volkes Israel in Ägypten erzählt. Die von Händel selbst zusammengestellten Bibeltexte schildern die Schrecken der ägyptischen Knechtschaft, die Plagen, die Durchquerung des Meers, um nach dem Exodus zum Gotteslob anzuheben.' +
    'Alle Farbnuancen des genialen Werks werden lebendig: die flirrenden Figurationen der Geigen im „Mückenchor“, die bedrückende ägyptische Finsternis in Streichern und Fagotten, die unerbittlichen Schläge und Presto-Läufe der Streicher, die die niederschmetternden Akkorde im Chorsatz „Er schlug alle Erstgeburt“ untermalen. Dann, stilistisch durchgängig, der Stimmungswechsel: Zwei gut intonierte Traversflöten begleiten die sanfte Bukolik des Hirtenchors.' +
    'Die Lobpreisung Gottes setzt ein mit Pauken und Trompeten. Drei Duette bringen sie auf unterschiedliche Weise mit großer Intensität zum Ausdruck: die Sopranistinnen Susanne Gastauer und Laura Höllinger in „Der Herr ist meine Stärke“, die Bässe Vinzenz Haab und Daniel Raschinsky mit „Der Herr ist mein Krieger“ sowie Jonathan Peter Kenny, Countertenor, und Nicholas Hurndall Smith, Tenor, aus London in „In deiner Gnade“. Ungemein eindringlich, fast zärtlich wirkt Hurndalls Kopfstimme in seinen Arien.' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Ständige Steigerung<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Die ständige Steigerung der Soli und Chöre in das zweimalige, von Trompeten, Posaunen und Pauken untermalte „Der Herr regiert auf immer und ewig“ mündet in den bombastischen, von der Seherin Mirjam (Laura Höllinger) angeführten Schlusschor, der nochmals alle stimmlichen Vorzüge der Kantorei Saarlouis ins Licht rückt.' +
    'Die Konzertbesucher bedankten sich mit heftigem Applaus für die meisterliche Aufführung.' +
    '</p>' +             
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Kulturpreis für Kunst und Wissenschaft 2007 des Landkreises Saarlouis <br>' +
    'SZ, Lokalteil 10.12.2007<br>' +
    'Mit ausgefallenen Ideen zum Erfolg<br></pre>' +
    'Landkreis Saarlouis überreichte Preise für Wissenschaft und Kultur<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Mit ausgefallenen Ideen haben sich die Geowissenschaftlerin Anja Reichert, die Evangelische Kantorei Saarlouis sowie das Ensemble Una Volta um Joachim Fontaine und Harald Eisenlauer jeweils überregional einen Namen gemacht ... Dafür vergab der Landkreis Saarlouis am Freitag seine Kulturpreise für Kunst und Wissenschaft 2007.' + 
    '... Neue Töne auf höchstem Niveau erklingen, wenn die „Evangelische Kantorei Saarlouis“ und das Ensemble „Una Volta“ unter der Leitung von Joachim Fontaine auftreten. Als „individuellen Klangkörper mit regionaler und überregionaler Bedeutung“ bezeichnete sie Laudator und SR-Musikredakteur Wolfgang Korb.' +
    'Seit der Gründung 1989 stünden nicht nur die etablierten Meister auf dem Programm, es werde auch „Pionierarbeit“ geleistet bei der Interpretation weniger bekannter Komponisten sowie bei Aufführungen mit historischen Instrumenten. Hinzu komme eine Bandbreite musikalischer Darbietung, die sonst nur bei „professionellen Chören zu finden“ sei, betonte Korb. Dem Landkreis Saarlouis war das den Kulturpreis in der Sparte Kunst wert.' +
    'Joachim Fontaine sei die treibende Kraft, merkte anschließend Harald Eisenlauer an, Geschäftsführer der „Evangelischen Kantorei Saarlouis“. „So jemanden muss man suchen gehen, der es versteht, die Leute mitzureißen.“' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Wochenspiegel Saarlouis<br>' +
    'Besondere Leistungen wieder gewürdigt<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Landkreis Saarlouis verleiht den Kulturpreis für Kunst und Wissenschaft' +
    'Der Landkreis Saarlouis hat den Kulturpreis für Kunst und Wissenschaft verliehen. Preisträger in der Sparte Kunst sind die Evangelische Kantorei Saarlouis und das Ensemble Una Volta .... In einer Festveranstaltung im Landratsamt Saarlouis gratulierte Erster Kreisbeigeordneter Andreas Kiepsch den Preisträgern und übermittelte die Glückwünsche der Landrätin. „Der Kulturpreisverleihung liegt das große künstlerische Schaffen der Evangelischen Kantorei Saarlouis und des Ensembles Una Volta der vergangenen Jahre zu Grunde, insbesondere das Aufführen von Oratorien und anderen Chorwerken der Alten Musik“, sagte Kiepsch.' +
    'Das hohe künstlerische Niveau und ihre Experimentierfreude brachten Chor und Ensemble auch überregional immer wieder glänzende Kritiken ein. ...' +
    '</p>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 2006">Kritiken 2006<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">03.06.2006	Maurice Duruflé<br>' +
    'Requiem<br>' +
    'Èglise St. Barthélemy, Sarrebourg<br>' +
    'SZ, 02.06.2006 (Vorbericht)<br>' +
    'Kantorei singt in Sarrebourg<br>' +  
    'Konzert auch in Straßburg<br>' +
    'we<br></pre>' +   
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarlouis. Die Kantorei Saarlouis mit Joachim Fontaine ist mit dem Requiem von Maurice Duruflé am Samstag, 3. Juni, beim 19. Musikfestival in Sarrebourg in Lothringen zu hören. Das Ensemble spielt um 17.30 Uhr in der Kirche St. Barthelemy. ....' +
    'In Straßburg singt die Kantorei am Donnerstag, 22. Juni, das von Fontaine erstmals überhaupt aufgeführte, vollständige Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart auf: 20.30 Uhr ; PMC Erasme an der Place de Bordeaux. Die Wiederentdeckung von Teilen des Mozart-Requiems und ihre Aufführung durch die Kantorei hat in der Fachwelt Furore gemacht. Nach Angaben des Ensembles ist die CD mit der Aufnahme des Stücks soeben zur CD des Monats beim österreichische Sender ORF gewählt worden. ' +
    '</p>' + 
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 2005">Kritiken 2005<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">13.02.2005	Georg Friedrich Händel<br>' +
    'Israel in Babylon<br>' +
    'Stadtanzeiger 02.02.2005 (Vorbericht)<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Georg Friedrich Händels „Israel in Babylon“, ein Oratorium in drei Akten, präsentieren die Evangelische Kantorei Saarlouis zusammen mit dem Ensemble „UnaVolta“ auf historischen Instrumenten und mit internationalen Solisten am Sonntag, 13. Februar, 17 Uhr, unter der Leitung von Joachim Fontaine in der Evangelischen Kirche Saarlouis. Im wörtlichen Sinne Unerhörtes von dem berühmten Barockkomponisten Georg Friedrich Händel bietet das Abschlusskonzert der Tage Alter Musik im Saarland (kurz TAMIS).' +
    'Joachim Fontaine, entdeckungsfreudiger Leiter der Evangelischen Kantorei Saarlouis, hat in britischen Museen einen wahren Schatz zutage gefördert: Musik von Händel, Chöre und Arie vom Feinsten, nach dessen Tode mit neuem Text versehen und zu einem Oratorium mit dem Titel „Israel in Babylon“ zusammengefügt. Nach 250 Jahren wird das seinerzeit beliebte „Händel-Medley“ nun wieder zum Leben erweckt. Internationale Solisten, das Ensemble „UnaVolta“ auf Originalinstrumenten und die Evangelische Kantorei wirken unter der Leitung von Joachim Fontaine bei dem wahrhaft sensationellen Revival zusammen.' +
    'Karten gibt’s im Vorverkauf ab sofort im Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Saarlouis, Kaiser-Friedrich-Ring 46, und bei Pieper Bücher und Musik, Saarlouis.' +
    '</p>' +    
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ 15.02.2005<br>' +
    'Barocke Musik-„Pastete“<br>' +
    'Abschluss der Saarbrücker Tage für Alte Musik<br>' +
    'pes<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarlouis. Ein Oratorium mit Händelscher Musik, und doch kein Original – wie geht das zusammen? Eine sogenannte Flick-Oper eben, italienisch eleganter auch Pasticcio (Pastete) genannt. Fremde Arrangeure (Edward Toms und andere) rührten einen reich gewürzten Händel-Melodien-Teig samt historisch-theologischem Text. Das gab eine knusprig-publikumswirksame Musik-„Pastete", betitelt „Israel in Babylon". Uraufführung 1764, fünf Jahre nach Händels Tod. Der rührige Barock-Spezialist Joachim Fontaine hat jüngst die Manuskripte und Erstdrucke des mittlerweile vergessenen Opus in der British Library ausgegraben, eine vollständige Partitur hergestellt und alle Stimmen ediert. Und so kam es zum Schlusskonzert der Tage Alter Musik im Saarland 2005 in der Saarlouiser Evangelischen Kirche. Schatzgräber Fontaine leitete die Evangelische Kantorei Saarlouis, das Ensemble Una Volta und sechs Gesangssolisten in einer denkwürdigen Gesamt-Interpretation. Die tragenden Leistungen des Horn-Trios blieben im Ohr, wie auch die der Pauken und Militärpfeifen in einem zackigen Marsch. Herausragend die sängerische Potenz des Tenors Joseph Cornwell. Fazit: nette Unterhaltung (auf hohem interpretatorischem Niveau), die jedoch dem Händel-Bild keine neuen Farbtupfer verlieh.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' +  
    '13.11.2005	Wolfgang Amadeus Mozart<br>' +
    'Ave Verum, Requiem<br>' +
    'Ritter Sigismund von Neukomm<br>' +
    'Libera me (Rio de Janeiro 1821)<br>' +
    'Église St. Barthélemy, Sarrebourg<br>' +
    'SZ Treff Regional 09.11.2005 (Vorbericht)<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Die evangelische Kantorei Saarlouis produziert zusammen mit französischen Musikern eine kleine musikalische Sensation auf CD: das Mozart-Requiem in seiner vollständigen Gestalt.<br>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Johannes Werres<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarlouis. Rio de Janeiro 1819. Musiker im Umfeld des portugiesischen Königs Johann VI. führen am Festtag der Kirchenmusik-Patronin Caecilia eine Gedenkmesse auf. Gegeben wird zum ersten Mal das vollständige Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791). Das Requiem hat bis dahin eine abenteuerliche Entstehungsgeschichte hinter sich. Dies ist deren letzter Akt, und nach der Aufführung am Cäcilientag in Rio wurde es wahrscheinlich nie wieder gehört. Erstmals öffentlich aufgeführt wird es wieder am Samstag, 13. November, beim Festival International de Sarrebourg. Die Evangelische Kantorei Saarlouis hat es unter Joachim Fontaine einstudiert, internationale Solisten stoßen hinzu, das bekannte Ensemble La Grande Écurie et la Chambre du Roy, dirigiert von Jean-Claude Malgoire (er traf gestern in Saarlouis zur Probe ein). Der Sender France Musique überträgt es direkt und lässt es für eine CD aufnehmen. Am Zustandekommen ist weiter die Fritz-Neumeyer-Akademie für Alte Musik im Saarland beteiligt: ein Beitrag zum Mozartjahr 2006.' +
    'Die musikalische Leitung in Rio de Janeiro hatte Pater Jose Mauricio Nunes Garcia, der königliche Kapellmeister. Er hatte kurz zuvor Ritter Johann Sigismund Neukomm (1778 bis 1858) getroffen; in seiner Heimatstadt Salzburg hatte er bei Michael Haydn gelernt. Von dessen beiden Requiems hatte sich auch Mozart inspirieren lassen. Mozarts Requiem war jene Auftragsarbeit, zu der ihn der berühmte unbekannte Bote 1791 aufgefordert hatte. Doch Mozart war immer wieder etwas dazwischen gekommen (so die Uraufführung der Zauberflöte). So blieb das Requiem unvollendet, denn Mozart starb 1791. Teile komponierten seine Schüler Süssmayr und Eybler nach nicht genau rekonstruierbaren „Zettelchen" Mozarts. Offen blieb der Schluss, das „Libera me".' +
    'Dieses „Libera me" („Befreie mich") nun komponierte Neukomm in Rio auf Bitten von Nunes zum Cäcilienfest am 19. Dezember 1819. Neukomm war fleißig – und bescheiden. Über seinen eigenen Beitrag zum Werk des Meisters schwieg er sich aus.' +
    'Neukomms Nachlass landete viel später in der Bibliothèque Nationale in Paris. Dort stieß Alain Pacquier darauf, der sich der Erforschung alter Musik widmet. Pacquier ist Leiter des Internationalen Musikfestivalzentrum Sarrebourg. Er hat mit der Kantorei bereits Händels „Israel in Babylon" aufgenommen.' +
    'Uraufführung am Sonntag, 13. November, 15.30 Uhr in der Kirche St. Barthélemy in Sarrebourg. In Saarlouis wird das Requiem am 26. Januar (Mozarts 250. Geburtstag) zu hören sein.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ Kultur 10.11.2005 (Vorbericht)<br>' +
    'Welt-Premiere in Saarburg<br>' +
    'Mozarts „Requiem“ erstmals in der vollendeten Fassung<br>' +
    'Peter Schroeder<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Nachdem in der Nationalbibliothek Rio de Janeiro das Autograph einer Bearbeitung gefunden worden war, die das Fragment von Mozarts „Requiem" erstmals zu einem vollendeten Abschluss bringt, erlebt diese Fassung nun am Wochenende ihre Weltaufführung in Saarburg mit der Evangelischen Kantorei Saarlouis.' +
    'Saarlouis. „C est mon plus grand trésor - das ist mein größter Schatz", flüstert Jean-Claude Malgoire und blättert lächelnd in einem dicken Buch: „Mozart: Requiem“. Tatsächlich handelt es sich um die Kopie der Original-Handschrift von 1791. Es ist Mozarts letztes Werk, auf dem Totenbett verfasst. Er hat es nicht mehr vollenden können. Zwei seiner Schüler ergänzten die erhaltenen Skizzen und komponierten mehrere Teile hinzu. Malgoire, Opernchef im nordfranzösischen Tourcoing, liebt dieses Requiem über alles. Er ist Dirigent und hat es schon über hundert Mal aufgeführt.' +
    'Wir sitzen im Saarlouiser Evangelischen Gemeindehaus. Neben Malgoire hat Joachim Fontaine Platz genommen, Musiklehrer am Saarbrücker Ludwigsgymnasium und rühriger Ausgräber selten gespielter oder in Archiven verschollener Partituren des 18. Jahrhunderts. Gleich ist eine Chorprobe unter Malgoires Leitung, bei der Fontaine auf dem Klavier korrepetieren wird. Es geht um etwas ganz Besonderes. „Wir bereiten eine Welt-Premiere vor", sagt Fontaine ein bisschen stolz. „Es handelt sich zwar um das allseits bekannte Mozart-Requiem – in einer bislang völlig unbekannten Fassung.“ Eine Sensation. Die bisher in der Regel aufgeführte Requiem-Version ist die Einrichtung von dessen Schüler Franz Xaver Süßmayr mit Zusätzen seines Kollegen Joseph Eybler. Jetzt ist in der Nationalbibliothek Rio de Janeiro das Autograph einer Bearbeitung gefunden worden, die das Mozart-Fragment erstmals zu einem vollendeten Abschluss bringt. Sigismund Ritter von Neukomm (1778-1858) hieß der Verfasser, war Salzburger wie Mozart, lebte eine Zeit in Brasilien und starb in Paris. Als Michael-Haydn-Schüler beherrschte er das kompositorische Handwerk ausgezeichnet und schuf mit dem „Libera me" den fehlenden klassischen Schlussstein der Mozart‘schen Totenmesse.' +
    'In der Probe geht es dann hoch her. Malgoire ist sehr genau und feilt hartnäckig an der Verbesserung des stimmlichen Ausdrucks. Die 30 Sängerinnen und Sänger von der Kantorei Saarlouis arbeiten fleißig mit. Schließlich geht es um etwas. Am Sonntag soll in der Eglise St.Barthélemy im lothringischen Saarburg die Aufführung sein in Zusammenarbeit mit der Neumeyer-Akademie für Alte Musik und dem Festival international de Sarrebourg, dessen Leiter Alain Pacquier am brasilianischen Sensationsfund maßgeblich beteiligt war. Bis dahin muss alles stehen. Fernsehen und Rundfunk haben sich angemeldet. Vier Gesangssolisten und das französische Orchester La Grande Ecurie et ja Chambre du Roy stehen in den Startlöchern. Die Gesamtleitung übernimmt Malgoire.' +
    'Mozarts „Requiem" in vollendeter Form am 13. November (15.30 Uhr) in der Eglise St.Barthélemy in Saarburg.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Le „Requiem“ à guichets fermés (Vorbericht)<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'L engouement du public pour la création mondiale de la version de Rio du Requiem de Mozart, complété par le Libera me de Sigismond Neukom (1819) est tel que le concert du 13 novembre a 15 h 30 à Sarrebourg sera à guichets fermés. Par contre, Jean-Franck Anselme dirigera la veille, le 12 á 20 h 30, en l‘église de Walscheid, l ensemble vocal et instrumental de l École de musique de Sarrebourg dans Ulisséia Libertada, 0 Triunpho da America, deux cantates du compositeur carioca Nunes Garcia (XIXe), et sa Missa de Requiem (1816), qui fait appel à la même veine et aux mêmes ressources musicales que celui de Mozart, un „Requiem“ brésilien que connaissait certainement Neukom au moment d écrire son Libera Me à Rio pour compléter le chef d oeuvre de son ami et frère franc-maçon Mozart. Jean-Claude Malgoire à la tête de La Grande Écurie et la Chambre du Roy, du Chœur Kantorei de Sarrelouis, qui ont enregistré pour K 617 la nouvelle version du Requiem de Mozart, complété par Neukom, fêtera à cette occasion son jubilé musical : cinquante ans de musique depuis son premier contrat ! Depuis qu il est installe à Tourcoing, Jean-Claude Malgoire a ouvert très largement son éventail musical sur les musiques allant de la Renaissance à notre temps.' +
    'Ces concerts, qui ouvrent un riche Ve Mois du Baroque latino-américain dans toute la France et à l étranger, sont une production du „Couvent“, Centre international des Chemins du Baroque (Saint-Ulrich, Sarrebourg et conseil général de la Moselle), mécénés par la Fondation BNP Paribas.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Républicain Lorrain (?) 15.11.2005<br>' +
    'R. B.<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Rarement, pour ne pas dire depuis longtemps, l on a entendu en concert un Requiem de Mozart de l intensité de celui dirigé à Sarrebourg par Jean-Claude Malgoire à la tête de La Grande Écurie et Le Chambre du Roi, du Kantorei de Sarrelouis (Joachim Fontaine)et d un quatuor de solistes, Hjordis Thébault, soprano, Gemma Coma-Alabert, mezzo, Simon Edwards, Alain Buet, baryton-basse, à la hauteur de l enregistrement programmé par K 617 pour la Première mondiale contemporaine du Libera Me de Neukom.' +
    'Intensité qui se transmit dès les premières mesures au public, qui se serrait dans l’Église St-Barthélémy.' +
    'Entre berceuse funèbre sur la mort que Mozart considérait comme son „amie“, tension extrême et violence inouïe de certains passages, Jean-Claude Malgoire a communiqué sa conviction intime à travers des tempi qu il ralentit par moments, accéléra à d autres, signant une version expressionniste sans effets gratuits trop souvent privilégiés par les chefs, mais aux respirations amples. Il a rendu toute sa lisibilité à l‘écriture, à l‘architecture géniale mozartienne, à une orchestration aux combinaisons instrumentales qu il fit ressortir comme autant de touches. Un Jean-Claude Malgoire visiblement aspiré et inspiré par cette musique comme il a pu l être avec gourmandise dans le final de Don Juan.' +
    'Combien le Kantorei de Sarrelouis adhéra à cette vision, ciselant les parties fuguées rendues plus difficile encore à négocier avec les tempi rapides que s autorisa Barthélémy à l‘acoustique bien moins réverbérante quand elle est pleine. Attaques franches, sans crier des sopranos, qui occultèrent d anecdotiques ruptures de justesse. Avantage certain pour la densité, les pupitres d hommes bien fournis équilibrèrent la masse chorale.' +
    'Que dire de cette Prolongation du Libera me de Neukom, outre l importance historique, musicologique d une telle découverte ? Qu à la deuxième reprise, en bis, elle s intégra un peu plus au Requiem, Malgoire la défendant avec autant de conviction que les parties Mozart, Eybler et Süssmayer. L oeuvre (1819-21, Rio) accuse normalement le décalage des trente ans avec l‘original : orchestration et formule rythmique tirant plus vers Gossec, Berlioz ou Bellini, même si Sigismond Ritter von Neukom a juré fidélité à Mozart, qu il cite à deux reprises dans le Libera me, réminiscence du Requiem et de Don Juan, même s il respecte dans l instrumentation la colonne maçonnique des cors de basset, bassons, trombones, trompettes et timbales. Nul doute qu‘après un certain nombre de concerts, ce Libera me s accrochera solidement au Requiem, que Malgoire préfère avec cette fin moins frustrante.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ 15.11.2005<br>' +
    'Saar-Chor vollendet Mozarts Requiem<br>' +
    'Karsten Neuschwender<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Sarrebourg. Am Ende hört man das Ringen um Erlösung. Mit dem „Libera me" des Mozart-Zeitgenossen Sigismund Ritter von Neukomm ging in der Kirche St. Bartholomé in Sarrebourg Mozarts Requiem zu Ende. Ein intensiver Schluss, denn das „Libera me" (Befreie mich) wurde kontrastiert von ,.Dies irae“ (Tag des Zorns). Eine spannende Komposition und ein eindrucksvolles Ende für Mozarts Requiem. Die Version von Neukomm wurde in Archiven von Rio de Janeiro gefunden, wo Neukomm Anfang des 19. Jahrhunderts ansässig war. Dass dieses Stück nun gefunden wurde, ist eine kleine musikwissenschaftliche Sensation, da sie einen wertvollen Einblick gibt, wie das von Mozart einst nicht zu Ende komponierte Requiem seinerzeit aufgeführt wurde.' +
    'Interpretiert wurde diese neue Version des Mozart-Requiems von der Evangelischen Kantorei Saarlouis und den Instrumentalensembles La Grande Écurie und der Chambre du Roi. Dirigiert hat Jean-Claude Malgoire, und es gelang ihm, einen schlanken, energiereichen und formschönen Klang herauszuarbeiten. Im musikalischen Fluss wie ein tiefes, andächtiges Atmen gelang da beispielsweise das „ Ave, verum corpus“ von Mozart, das als Eröffnungsstück auf das Requiem einstimmte.' +
    'Für die Evangelische Kantorei Saarlouis, die ohnehin auf die historisch korrekte Aufführung älterer Musik spezialisiert ist, war dieses Konzert ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des Chores.' +
    'Zuletzt hatte der Chor durch die weltweit erste Einspielung des Händel-Oratoriums „Israel in Babylon" auf sich aufmerksam gemacht. Auch das Mozart-Requiem wird in dieser Form als Ersteinspielung auf CD herauskommen. Das Konzert stand am Ende einer zweitägigen Aufnahmephase in Sarrebourg.' +
    '</p>' +  
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 2004">Kritiken 2004<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">Keine Kritiken vorhanden!</pre>   ' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
      '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 2003">Kritiken 2003<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">23.02.2003	Claudio Monteverdi<br>' +
    'Vespro della Beata Vergine<br>' +
    'Ludwigskirche Saarbrücken<br>' +
    'SZ, 25.02.2003<br>' +
    'Schmissige Verzierungen inklusive<br>' +
    'Tage Alter Musik im Saarland: Gelungenes Abschlusskonzert<br>' +
    'Stefan Uhrmacher<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarbrücken Die Tage Alter Musik im Saarland (Tamis) sollen dazu beitragen, dass Saarbrücken zur Musikstadt wird, auf die man auch von außen schaut. Das wünschte der künstlerische Leiter Felix Koch auch in der Ludwigskirche: Der Kehraus des dritten Jahrgangs war denn auch eines überregional ausstrahlenden Festivals würdig. Eine stattliche Zuhörerzahl zog s in das geräumige Saarbrücker Gotteshaus, wo Evangelische Kantorei Saarlouis und Ensemble Una Volta unter der Leitung von Joachim Fontaine großartige Musik zum Klingen brachten. Claudio Monteverdi, berühmt als Opern-Pionier und Madrigal-Spezialist, erfreut auch mit seiner "Marienvesper" (1610) das Herz (nicht nur) der Musikhistoriker. An der Schwelle zu einer neuen Epoche finden sich hier Altes und Neues nebeneinander: Rückgriffe auf die Polyphonie der Renaissance in den Psalmvertonungen bis hin zu mittelalterlicher Gregorianik zum einen, „moderner“ barocker Concerto-Stil einer oder mehrerer Solostimmen mit Generalbass-Begleitung zum anderen. Dazu gibt es bereits reine Instrumentalstücke, so bei der "Sonata sopra Sancta Maria". Just an dieser exponierten Stelle unterliefen namentlich den Blechbläsern von Una Volta ein paar deutliche Entgleisungen. Einzige Wermutstropfen einer ansonsten glänzenden, seelenvollen Wiedergabe.' +
    'Vorbildlich, welch disziplinierte Klangpracht Fontaine mit seinem Großensemble hier entfaltete, wie überzeugend er die betagte Ästhetik wiederbelebte: mit abwechslungsreicher Tempowahl und spannungsreichen Übergängen. Kräftige Akzente, deutliches Pulsieren, schmissige Verzierungen unterstrichen die Vitalität dieser Kirchenmusik, halfen, das Stimmengeflecht durchschaubar zu halten. Neben der weiträumigen Dramaturgie bestachen Details, wie das wirkungsvoll abgesetzte Dreifaltigkeitssymbol im "Duo Seraphim" sowie hübsche Echo-Wirkungen. Ebenso wie mit der souveränen Ensemble-Führung bewies Fontaine auch bei der Wahl der (internationalen) Gesangssolisten ein glückliches Händchen: Neben dem in kapriziöser Virtuosität hervorstechenden Andrew King empfahlen sich Joshua Ellicott, Adolph Seidel, Eamonn Dougan, Alice Gribbin, Susanne Gastauer, Birgit Meyer und Olga Kunz als stimmstarke wie einfühlsame Kenner der Materie. Hochverdienter Riesenapplaus.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    '21.12.2003	Johann Sebastian Bach<br>' +
    'Weihnachtsoratorium, Kantaten I – III<br>' +
    'SZ 15.12.2003 (Vorbericht)<br>' +
    'Himmlische Musik<br>' +
    'Evangelische Kantorei und Ensemble UnaVolta führen Bachs Weihnachtsoratorium auf<br>' +
    'Jutta Stamm<br></pre>' + 
    '<p class="blocksatz">' +
    'Das Werk aus der Barockzeit ist sehr schwer und kann nur von erfahrenen Chören gesungen werden. Die evangelische Kantorei wird von historischen Instrumenten begleitet. Es singen erstklassige Solisten.' +
    'Saarlouis. Eins der größten Klassiklabels weltweit hat zum zweiten Mal die evangelische Kantorei Saarlouis engagiert. Dabei gab es im Herbst schon Anlass zu großer Freude: Der Landesmusikrat hatte den Chor unter Leitung von Joachim Fontaine mit dem Musik-Förderpreis ausgezeichnet. Auf der CD ist das „Requiem“ von Giacomo Puccini dem Älteren eingespielt. Es handelt sich um eine Ko-Produktion der evangelischen Kirchengemeinde Saarlouis, der Fritz-Neumeyer-Akademie für Alte Musik, des Rundfunks (SR2 Kulturradio), des Jakobus Hospiz Saarbrücken und BMG Arte Nova Classics. „Die Klassik-Branche ist angesichts der Konkurrenz im Internet sehr kritisch geworden, zumal die Verkaufszahlen stark zurückgegangen sind“, sagt Kantor Joachim Fontaine und freut sich deshalb um so mehr darüber, übrigens auch Pastor Christian Wermbter, dass „die Bertelsmann Music Group (BMG) Arte Nova Classics uns zum zweiten Mal unter Vertrag genommen hat". Die CD wird in Musikläden auf der ganzen Welt verkauft. „Damit sind wir der erste Chor im Saarland, dem das jemals gelungen ist“, so Fontaine im Gespräch mit der „SZ“. Die mitwirkenden Solisten sind auf Festivals und in Opernhäusern überall auf der Erde unterwegs. Die CD ist eine Weltpremiere! (Auf der ersten ist geistliche Musik mit Psalmen desselben Komponisten zu hören.)' +
    'Die sehr bekannte Kantorei singt mit Unterstützung des Ensembles UnaVolta, das auf historischen Instrumenten spielt. Auch hier hat Fontaine die Leitung.' +
    'Am vierten Advent, Sonntag, 21. Dezember, 17 Uhr, geben die Kantorei und UnaVolta ein großes Konzert in der evangelischen Kirche Saarlouis. Aufgeführt wird das berühmte Weihnachtsoratorium (Kantate I bis III) von Johann Sebastian Bach, und das Ensemble UnaVolta wird der damaligen Zeit entsprechend aufgestellt, so wie die Musiker in Leipzig zu Zeiten Bachs zu hören gewesen wären. Werktreue wird angestrebt Deshalb kommen Traversflöten, Oboen, Streicher und Trompeten zum Einsatz. Faszinierend ist die Klangfarbe der historischen Instrumente, die wie die Silbermann-Orgeln und Stradivari-Violinen, auch Barockinstrumente, den authentischen Klang ermöglichen. Bei der Aufführung in der evangelischen Kirche werden erstklassige Solisten zu hören sein: der Saarbrücker Konzertsänger Christian Heib, Bass, der Tenor Nicholas Hurndal-Smith aus London, die Altistin Birgit Meyer und die Sopranistin Daniela Schmid.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ Lokalteil Saarlouiser Rundschau<br>' +
    'Kompromisslos Bach<br>' +
    'Festlich: Das Weihnachtsoratorium in der evangelischen Kirche auf historischen Instrumenten<br>' +
    'Horst Knüpfer<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Joachim Fontaine führte sie sicher durch drei Kantaten: Daniela Schmied, Birgit Meyer, Nicholas Hurndall Smith, Christian Heib, die Evangelische Kantorei Saarlouis und das Ensemble Una Volta.' +
    'Saarlouis. Jauchze, frohlocket... Zu Bachs Zeiten hätte sicher keiner daran gedacht, dass sein Weihnachts-Oratorium die Jahrhunderte überdauern würde und gerade in diesen Tage zu den am meisten auf geführten Oratorien der ganzen Welt zählt. So hat auch die Evangelische Kantorei Saarlouis, das Orchester Una Volta, die Solisten Daniela Schmied, Sopran, Birgit Meyer, Alt, Nicholas Hurndall Smith, Tenor und der Bassist, Christian Heib, unter der Leitung von Joachim Fontaine in die Evangelische Kirche Saarlouis eingeladen und brachten die Kantaten I – III zu Gehör.' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Als ob Bach selbst musiziere<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Durch die Verwendung historischer Instrumente wie Orgel, Cembalo, Harfe, Violone und Trompeten, bekamen die Kantaten einen ganz besonderen Reiz. Das Gefühl, Bach musiziere selbst, kam auf. Chor und Orchester hatten mit dem Auftakt „Jauchzet, frohlocket...." sofort die Herzen der Zuhörer in der voll besetzten Kirche erreicht. Nicholas Hurndall Smith sang den Evangelisten mit sehr schöner, schlanker Tenorstimme.' +
    'Die große Arie „Bereite Dich Zion....." wurde von der Altistin Birgit Meyer überzeugend interpretiert. Sie hat den großen Bogen dieser Arie ausdrucksvoll wiedergegeben. Chor und Orchester verschmolzen in den folgenden Chorälen zu einem warmen, musikalischen Ganzen. Mit seinem sehr schönen, kräftigen Bass trug Christian Heib die Arie „Großer Herr, und starker König“ vor. Der Chor hat mit dem Schlusschoral „Ach mein herzliebes Jesulein" die erste Kantate mit ergreifender Zärtlichkeit ausklingen lassen.' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Sängerische Leidenschaft<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Raumfüllend eröffnete das Orchester mit der sehr schönen Legato-Sinfonia die Kantate II. Christian Heib leitete mit dem Rezitativ „Was Gott dem Abraham verheißen...“ in die folgende Tenorarie über. Nicholas Hurndall Smith sang die Arie „Frohe Hirten, eilt ach eilt...“ bravourös. Gekonnt und ausdrucksstark trug Birgit Meyer die Arie „Schlafe mein Liebster....“ vor.' +
    'Mit großem Pathos und chorischer Fülle eröffneten Chor und Orchester die Kantate III. Beeindruckend war das Duett „Herr, dein Mitleid, dein Erbarmen“, das von Daniela Schmied und Christian Heib mit viel Gefühl und sängerischer Leidenschaft vorgetragen wurde.' +
    'Den Schlusspunkt der solistischen Beiträge setzte Meyer mit der Arie „Schließe, mein Herze, die seligen Wunder“.' +
    'Die verhaltene, gedämpfte Begleitung von Sologeige, Bass, Cello und Cembalo gaben der Arie die gewollte, tiefe Erfüllung. Mit dem Choral „Seid froh dieweil“ endete ein eindrucksvoller Konzertabend, Der lang anhaltende Beifall forderte Chor und Orchester eine Zugabe ab. Kirchenmusiker Joachim Fontaine hat Chor, Orchester und Solisten mit wachem Auge und sicherer Hand durch die Kantaten geführt. Ein nachhaltiges vorweihnachtliches Erlebnis.' +
    '</p>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
     '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 2002">Kritiken 2002<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">22.11.2002	Verleihung des Förderpreises Musik der Sparkassen-<br>' +
    'Finanzgruppe-Saar im Rahmen von<br>' + 
    '„Singendes klingendes Dreiländereck“ SR 3<br>' +
    'SZ (Lokalteil?)<br>' +
    'Saarländische Musik-Amateure stellen ihr Talent unter Beweis<br>' +
    'Förderpreis der Sparkassen-Finanzgruppe im Großen Sendesaal es Saarländischen<br>Rundfunks verliehen<br>' +
    'Peter Schroeder<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarbrücken. Seit Jahren unterstützt die Sparkassen-Finanzgruppe Saar hier zu Lande das Musikleben, soweit es sich im Amateur-Bereich vollzieht. Es wurde ein stattlicher Förderpreis ausgelobt, der Gruppen und Vereinen zukommen soll, die Musik ausüben und diese Liebhaberei mit viel Fleiß und Geschick zu erstaunlichen Leistungen vervollkommnen. Das vielfältige Musikleben an der Saar wird auf diese Weise auch offiziell gewürdigt und in seinem Bestand gesichert.' +
    'Für die diesjährige 16. Preisverleihung hatte man sich den Großen Sendesaal des SR auf dem Halberg ausgesucht. Dieter Pietsch von der Sparkassengruppe Saar und Bernhard Frommkorth vom Landesmusikrat überreichten die Auszeichnungen. Freuen konnten sich das Symphonische Blasorchester der Musikkreise St. Wendel/Neunkirchen (Leitung Stefan Barth), der Chor Canta Nova Saar (Leitung: Martin Berger), das Orchester JazzTrain (Leitung: Matthias Ernst und Ernst Urmetzer) und der Organist Christian Schmitt. Gleichzeitig überreichte SR-Programmchef Frank Johannsen der Evangelischen Kantorei Saarlouis (Leitung: Joachim Fontaine) einen ansehnlichen Förderpreis des Saarländischen Rundfunks.' +
    'Die Veranstaltung, die live auf SR 3 übertragen wurde, beschränkte sich jedoch nicht auf den nüchternen Verleihungs-Akt. Alle Preisträger stellten sich mit Beiträgen vor und belegten eindrücklich, dass sie zu Recht auf dem Podium standen. Das Symphonische Blasorchester eröffnete volles Rohr mit dem „Singenden, klingenden Dreiländereck“ von Kahlenbach und zeigte dann in einer Serenade subtilere Ansätze. Canta Nova schmeichelte mit feiner Intonation den Ohren mit einem schwedischen Volkslied, einer Motette von Vaughn Williams und einem fetzigen Spiritual. Das Orchester JazzTrain verfügt, wie man deutlich hören konnte, über den richtigen Drive und begeisterte mit gekonntem Big-Band-Sound.' +
    'Die Evangelische Kantorei ziselierte mit fein abgewogenem Stimmeinsatz zwei Lieder von Gouvy und Bright und den viel umjubelten Song Michelle von Lennon. Ohne Zweifel ein Abend mit hoher Leistungsdichte. Allerdings wollte es eigenartig anmuten, dass die Chöre es vermieden, wenigstens mit einem Beispiel den hohen Standard der deutschen Chorkunst zu zitieren.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ (überregionaler Teil)<br>' +
    'Musik-Amateure beweisen ihr Talent<br>' +
    'Verleihung des Förderpreises der Sparkassen-Finanzgruppe<br>' +
    'Peter Schroeder <br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarbrücken/Saarlouis. Seit Jahren unterstützt die Sparkassen-Finanzgruppe Saar hier zu Lande das Musikleben, soweit es sich im Amateur-Bereich vollzieht. Es wurde ein stattlicher Förderpreis ausgelobt, der Gruppen und Vereinen zukommen soll, die Musik ausüben und diese Liebhaberei mit viel Fleiß und Geschick zu erstaunlichen Leistungen vervollkommnen. Das vielfältige Musikleben an der Saar wird auf diese Weise auch offiziell gewürdigt und in seinem Bestand gesichert.' +
    'Für die diesjährige 16. Preisverleihung hatte man sich den Großen Sendesaal des „SR“ ausgesucht. Dieter Pietsch von der Sparkassengruppe Saar und Bernhard Frommkorth vom Landesmusikrat überreichten die Auszeichnungen. Freuen konnten sich das Symphonische Blasorchester der Musikkreise St. Wendel/Neunkirchen (Leitung Stefan Barth), der Chor Canta Nova Saar (Leitung Martin Berger), das Orchester JazzTrain (Leitung: Matthias Ernst und Ernst Urmetzer) und der Organist Christian Schmitt, der auch den Horst-Dieter-Veeck-Preis 2002 gewonnen hat. Gleichzeitig überreichte SR-Programmchef Frank Johannsen der Evangelischen Kantorei Saarlouis (Leitung: Joachim Fontaine) einen ansehnlichen Förderpreis des Saarländischen Rundfunks.' +
    'Die Veranstaltung, die live auf SR 3 übertragen wurde, beschränkte sich jedoch nicht auf den Verleihungs-Akt. Alle Preisträger stellten sich mit Beiträgen vor und belegten eindrücklich, dass sie zu Recht auf dem Podium standen. Die Evangelische Kantorei ziselierte mit fein abgewogenem Stimmeinsatz zwei Lieder von Gouvy und Bright und den viel umjubelten Song „Michelle“ von Lennon. Ein Abend mit hoher Leistungsdichte. ' +
    '</p>' +   
    '<pre class="nurfet">' + 
    '15.12.2002	Claudio Monteverdi<br>' +
    'Vespro della Beata Vergine<br>' +
    'SZ 17.12.2002 Regionale Kultur<br>' +
    'Grandioser Auftritt<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Unter der Leitung von Joachim Fontaine intonierten am Sonntag die Evangelische Kantorei aus Saarlouis und das Ensemble Una Volta die Marienvesper „Vespro Della Beata Vergine“ von Monteverdi. Das Werk des italienischen Komponisten begeisterte die Zuhörer in der völlig überfüllten Evangelischen Kirche.' +
    '</p>' +
    'Marienvesper begeistert ihre Zuhörer<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarlouis (fa). Wenn Joachim Fontaine mit der Evangelischen Kantorei konzertiert, darf man sängerische Begeisterung und hohen musikalischen Sachverstand erwarten. Eine gute Voraussetzung für Claudio Monteverdis „Vespro della Beata Vergine" (Marienvesper) am vergangenen Sonntag in der Evangelischen Kirche. Das ausgedehnte Werk vereinte auf damals revolutionäre Weise traditionelle Elemente der Kirchenmusik des 16. Jahrhunderts mit dem neuen, von Monteverdi entwickelten Opernstil.' +
    'Erstmalig wurde auch eine genaue Besetzung vorgeschrieben. Folgerichtig vereinigten sich im Ensemble Una Volta lichte Blockflöten, mild glänzende Zinken und eng mensurierte Posaunen mit dem zarten Klang historisch gespielter Streichinstrumente. Theorben rauschten auf und zeichneten Basslinien, charaktervoll schritt der Generalbass, ausgeführt durch Harfe (Maria Cleary) und Orgelpositiv (Lutz Gillmann).' +
    'Vielfältig waren die Aufgaben der acht Vokal-Solisten in den Psalmen und Concerti, alles in der Musik des Frühbarock erfahrene Sänger. Stellvertretend seien die Tenöre Andrew King und Joshua Ellicott genannt, denen herausragend expressive Verzierungs-Virtuosität abverlangt wurde. Entsprechend katholischer Tradition wurden die Antiphonen gregorianisch gesungen. Eine eher ungewohnte Aufgabe für die Männerstimmen der Evangelischen Kantorei und ein wenig erdenschwer in einer Akustik, die man gerne mit der von San Marco vertauscht hätte. Fontaine hatte für den Raum jedoch gute Tempi gewählt So gelangen mit der ungemein homogen singenden Kantorei immer wieder schöne Steigerungen in den Conclusionen „Gloria patri" und enge Verzahnungen wie im vielstimmigen „Lauda, Jerusalem“.' +
    'Tänzerisch heiter wechselten sich im Hymnus „Ave maris stella“ Soli und Chor ab, und gar festlich erstrahlte das abschließende „Magnificat". Mit dem majestätischen „Amen“, das alle Musiker vereinte, war eine eindrucksvolle, kompetente und musikantische Aufführung gelungen, die von den Zuhörern zu Recht mit stehenden Ovationen bedacht wurde.' +
    '</p>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 2001">Kritiken 2001<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">08.02.2001	Venezianischer Barock <br>' +
    'La Serenissima – Schwanengesang einer unvergleichlichen <br>' +
    'Stadt<br>' +
    'SZ 10./11.02.2001<br>' +        
    'Die Geschichte lebt<br>' +
    'Eröffnung der „Tage Alter Musik“ in Saarlouis<br>' +
    'Helmut Fackler<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Zum Eröffnungskonzert der „Tage Alter Musik im Saarland" in der Evangelischen Stadtkirche von Saarlouis waren erfreulich viele Zuhörer zu einem abwechslungsreichen Programm mit geistlicher Vokal- und weltlicher Instrumentalmusik des „Venezianischen Barock" gekommen. Die Evangelische Kantorei steuerte drei Chorwerke bei, die Dirigent Joachim Fontaine mit ruhigen Tempi und flächiger Dynamik anlegte. Eindrucksvoll und intonationssicher gelang ein vorhalt-durchwebtes „Crucifixus" von Antonio Lotti, dessen spätbarock-polyphone „Missa im fünften Ton" aber durchaus mehr Kontraste hätte vertragen können. Tartinis dreistimmiges „Stabat mater" (die Tenöre singen nur gregorianische Einschübe) steht auf der Schwelle zur frühen Klassik und fiel in seiner homophonen Schlichtheit, ja Einfallslosigkeit etwas aus dem Rahmen der anderen, hochbarocken Werke. Mit zuverlässigem Fundament wurden die Choristen durch die homogene Continuo-Gruppe des Via Nova Consort Saarbrücken gestützt, das auch den Countertenor Jonathan Peter Kenny in einer Kreuzigungs-Motette von Alessandro Stradella stilvoll begleitete. Kenny gab dem Altus-Part Sentiment und verströmte wohlige „tristezza" im Kirchenraum. Weitaus heiterer und so der „Serenissima Venezia" huldigend, kamen die Instrumentalstücke daher, die von den Via Nova-Streichern, ergänzt durch italienische Laute, Orgel oder Cembalo musikantisch und mit feinem Sinn für farbige Nuancen interpretiert wurden. Eine „Sonata a tre" Vivaldis, eine „Sinfonia" von Stradella mit anspruchsvollen Violin- und Cellosoli und eine „Sonata da camera" von Tartini, die mit raffinierter Harmonik auf das Ende einer Musikepoche hindeutet.' +
    'Virtuoser Höhepunkt war die zwölfte der „Sonate Accademiche" von Francesco M. Veracini, deren spieltechnische Schwierigkeiten von Mechthild Blaumer (Violine) mit Temperament und fast ungetrübter Intonation bewältigt wurden. Wohltuend, wie Via Nova mit den Erfahrungen der Gegenwart historische Musik nicht dogmatisch historisierend, sondern pragmatisch lebendig versteht. Und sich auch nicht aus der Fassung bringen ließ, als die Heizung immer wieder disharmonische Orgelpunkte aus dem Keller blies. Viel Applaus für einen spannenden Abend.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Juni 2001	Johannes Brahms<br>' +
    'Motetten<br>' +
    'SZ<br>' +
    'Zuhörer halten den Atem an<br>' +
    'Motetten von Johannes Brahms in der Kirche<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarlouis (et). Kontraste! Draußen die wabernde Hitze des großen Sommertages, drinnen die Kühle der Kirche. Draußen die umtriebige Geschäftigkeit der Welt mit dem Jubel der türkischen Fußballfans und der Unbeschwertheit der Altstadt-Flaneure, drinnen die stille Zurückhaltung und Zartheit der Brahmschen Motetten. Es ist immer wieder erstaunlich, mit wie viel Stilsicherheit die Evangelische Kantorei Saarlouis und ihr quirliger Leiter Joachim Fontaine eher selten zu hörende Chorwerke in anspruchsvolle Konzerte einfließen lässt.' +
    'Auf dem Programm des Chores standen ausschließlich Motetten von Johannes Brahms - das ließen sich rund 60 Besucher nicht entgehen. Sie erlebten einen dieser seltenen, kostbaren und unvergesslichen Augenblicke erfüllten Musizierens, in denen die Zeit stille steht, Zuhörer den Atem anhalten, um sich dem intendierten himmlischen Frieden hinzugeben.' +
    'Enorme Leichtigkeit in den Höhen, suggestive artikulatorische Präsenz sowie ein insgesamt geschmeidiger und lyrisch expressiver Gesamtklang zeichnen die Kantorei aus. Eigenschaften, die dem bei aller Bärbeißigkeit letztendlich immer wieder tröstlich endenden Oeuvre von Johannes Brahms hundertprozentig entsprechen, so dass in diesem Falle die Freuden der Melancholie zum fesselnden Erlebnis gerieten. Zwischen die Motetten waren Orgelwerke der Romantik gesetzt, interpretiert von Fontaine an der krachneuen Führer-Skràbl-Orgel. Das Instrument, im vergangenen Jahr von der Kirchengemeinde Leer in Ostfriesland gekauft, umfangreich renoviert und jetzt um ein weiteres Register ergänzt, überzeugte in den Händen des Kantors mit klaren Linien, überaus durchsichtiger, plastischer und warmer Ausstrahlung und Klangvielfalt. Schön!' +
    'Schön klang auch die Mitteilung von Pastor Christian Wermbter, dass von den ursprünglich veranschlagten Kosten in Höhe von damals 400 000 Mark nur noch 12 000 Euro abzutragen sind. Wenn das nicht Laune macht auf die nächste Veranstaltung des Fördervereins Musik der Evangelischen Kirche Saarlouis? Dann geht es am Freitag, 23. August, um 18 Uhr bei heiterer Orgelmusik zum Lob des Weins mit Weinprobe und dem Organisten Friedrich Schäfer nicht gar so ernst zu. Auch diese Veranstaltung dient als Benefiz zur Bezahlung der Orgel.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    '26.10.2001	„Mitten im Leben...“<br>' +
    'Giacomo Puccini senior<br>' +
    'Requiem<br>' +
    'Johanneskirche Saarbrücken<br>' +
    'SZ<br>' +
    'Musikalische Pracht eines Ururgroßvaters<br>' +
    'pes<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Wenn die Fritz Neumeyer Akademie für Alte Musik zum Konzert einlädt, darf man sicher sein, dass es sich um eine wesentliche Aufführung handelt Nicht selten sogar um eine echte Ausgrabung, die Neueinrichtung eines verschollenen Musikstückes. Am Freitag stand in der Saarbrücker Johanneskirche die „Messa di Requiem" von Giacomo Puccini (1712-1781) auf dem Programm. Wie man schon an den Jahreszahlen erkennt, nicht der berühmte Komponist der Bohème, sondern sein Ururgroßvater. Fontaine, der die Aufführung leitete, beschäftigt sich seit Jahren mit diesem alten Puccini. Einiges hat er aus Handschriften transkribiert. Hauptberuflich Studienrat am Saarbrücker Ludwigsgymnasium, leitet er die Kantorei Saarlouis und das Instrumental-Ensemble Una Volta, mit denen er immer wieder musikalische Pionierarbeit leistet. Auch an diesem Abend hat er sie mitgebracht und als weitere Unterstützung die Gesangssolisten Ghislaine Morgan (Sopran), Jonathan Peter Kenny (Kontratenor), Joseph Cornwell (Tenor) und David Thomas (Baß). Alle helfen, ein Werk zu gestalten, das etwa 250 Jahre auf dem Buckel hat und in dieser Zeit nicht häufig ans Tageslicht kam. ' +
    'Eine interessante Musik, bei der es nicht leicht fällt, sie stilistisch einzuordnen. Vieles erinnert in seiner architektonischen Pracht an die kontrapunktischen Künste des Barock. Anderes, so melodische Aufschwünge und harmonische Unterfütterung, weist schon auf den galanten Stil, der sich in jenen Tagen andeutet Die Streicher unter Fontaines expressiven Gesten sind von wohltuender Reinheit. Der gemischte Chor, unterstützt von den Gesangssolisten, in großartig gewölbten Klangkuppeln mit dynamischer Kraft und stimmlicher Delikatesse. Die vier Solisten hatten nur wenige Einsätze, in denen der Kontratenor die Alt-Partie übernahm. Morgan hat leider eine nicht sehr tragfähige Stimme. Sie sang zwar sauber, doch konnte man kein Wort des lateinischen Textes verstehen. Kennys seltsam falsettierendes Organ im Duett mit Cornwells weichem Tenor oder Thomas‘ wohltemperiertem Bass: Zusammenklänge von berückendem Wohllaut. Eine lehrreiche Darbietung wars, aktualisiert durch eingeschobene Rezitationen zeitgenössischer Texte über Krankheit und Tod.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    '22.12.2001	Georg Friedrich Händel<br>' + 
    'Der Messias<br>' +
    'SZ<br>' +
    'Was für ein Glitzern, Schimmern und Funkeln<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Die Evangelische Kantorei Saarlouis unter der Leitung von Joachim Fontaine und Una Volta führten Händels „Messias“ auf' +
    'Saarlouis (et). „Die Herrlichkeit Gottes, des Herrn, wird offenbaret." In diesem Falle mit Pauken und Trompeten und zwar im jüngsten Husarenstück von Joachim Fontaine mit seiner Evangelischen Kantorei Saarlouis und dem Kammermusik-Ensemble Una Volta. Mindestens 500 Zuhörer wollten in der frisch renovierten evangelischen Pfarrkirche den „Messias" hören. Händels, 1742 in Dublin uraufgeführtes Mammutwerk, gilt als einsamer Höhepunkt der Oratoriengeschichte: In drei Teilen werden Verheißung und Geburt, Passion und Auferstehung sowie die Verherrlichung Jesu Christi zum Weltherrscher und Himmelskönig in einer hymnisch-lyrischen musikalischen Gesamtschau dargestellt. Es gab Zuhörer mit Befürchtungen, dass das ausschließlich konzertant, also nicht szenisch dargestellte Werk mit seinen zahlreichen Arien, Rezitativen und Chören auf Dauer langweilig werden könne. „Das Gegenteil war der Fall" resümierte am Ende Besucher Raimund Kirz, „das war ja eine ganz spannende Angelegenheit“. Alfons Augustin teilte die Einschätzung: „Ich hör das Werk zum ersten Mal und es gefällt mir von A bis Z ausgesprochen gut. Als sehr angenehm empfinde ich, dass man im Programmheft den kompletten Text verfolgen kann. Wer Fontaine kennt, wird wissen, dass er in seinen Aufführungen hohen Wert auf Authentizität legt: Gesungen wurde also in der englischen Originalsprache und in Kammerchorstärke. Una Volta packte historische Instrumente aus. In Reihen der Solisten wirkte ein Countertenor, auch Altus genannt. Was für ein Glitzern, Schimmern und Funkeln vermittelte diese überaus farbige Musik. Allen voran arbeitete wohl die Kantorei die schönsten Stimmungskontraste heraus, indem sie die mächtigen und mitreißenden Choräle gekonnt-feinfühlig und klangschön in ihrer Lautstärke nuancierte, etwa im sehr temperamentvollen „Lift up your heads", im triumphalen „Glory to God" oder im alles überwältigenden „Hallelujah". Das nach minutenlangem prasselndem Applaus und „Standing ovations" leider nicht als Zugabe wiederholt wurde, wie es offensichtlich zahlreiche Zuhörer gehofft hatten. Das Ensemble Una Volta arbeitete bei der Begleitung des Chores mit allerfeinsten dynamischen Abstufungen und webte auch den Solisten einen barocken Klangteppich, der es in sich hatte. In den Soloparts überzeugten Susanne Gastauer, Sopran, Roland Kunz, Altus, Richard Edgar-Wilson, Tenor sowie Simon Kirkbride, Bass, gleichermaßen, so dass am Ende die Erkenntnis stand: „Das war ein herrliche Aufführung. „Ich bin überrascht, wie flott die barocke Musik auf mich wirkt. Das hätte ich überhaupt nicht erwartet", freute sich Inge Klären.' +
    '</p>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 2000">Kritiken 2000<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">19.03.2000	Johann Sebastian Bach<br>' +
    'Johannespassion BWV 245<br>' +
    'SZ 20.03.2000<br>' +
    'Musikfest im Geiste Bachs<br>' +
    'Johannes-Passion in der evangelischen Kirche Saarlouis<br>' +
    'Peter Schroeder<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Zu den anspruchsvollsten Aufgaben für Musiker zählt die Darbietung von Bachs Johannes-Passion. Höchster Schwierigkeitsgrad paart sich hier mit genialer musikalischer Erfindungskraft. Solisten, Chor, Orchester und nicht zuletzt der Dirigent sind bis zum Äußersten gefordert. Bachs Passionsvertonung von 1723, die Stilmittel des Oratoriums und der Oper in die Komposition miteinbezieht, wurde am Sonntag in der evangelischen Kirche Saarlouis zu einem denkwürdigen Ereignis. Joachim Fontaine, ein Fachmann für die Musik der Barockzeit, leitete ein Ensemble, das in jeder Beziehung über sich hinauswuchs.' +
    'Da war zunächst einmal die Evangelische Kantorei Saarlouis, die Chorgesang vom Feinsten zelebrierte. Farbige Choräle, angemessen schlicht in tadelloser Reinheit ausgeformt, zeugten von lyrischem Grundverständnis. Aber auch die dramatischen Impulse fehlten nicht. Schon im gewaltigen Eingangschor kündigte sich an, was im Getümmel des zweiten Teils deutlich wurde: stark dissonante, rhythmisch verzackte Stimm-Blitze von äußerster Ausdruckskraft.' +
    'Nicht weniger dynamisch gestaltete Rufus Müller (Tenor) den Evangelisten. Mit gepflegter Intonation und technischer Versiertheit interpretierte er diesen schwierigen Part, der sich vom sachlichen Berichtston bis zur hemmungslosen Wehklage mit virtuosen chromatischen Melismen steigert. Diese außerordentliche Gestaltungskraft beflügelte auch die anderen Solisten zu Höchstleistungen. Susanne Gastauer überzeugte mit glockenhellem Sopran – ihr Duett mit einer munteren Flöte in der Arie „Ich folge dir" war wirklich hörenswert. Christian Heib wusste mit ruhigem Bass-Bariton die Majestät des geschundenen Jesus glaubhaft zu machen, und Adolph Seidel widmete sich mit seiner tiefgründigen Bass-Stimme versiert den Partien des Petrus und des Pilatus. Roland Kunz endlich sang als Kontratenor die Alt-Arie „Es ist vollbracht", ganz im Sinne der historischen Aufführungspraxis an diesem Abend.' +
    'Das hingebungsvoll musizierende Ensemble „Una Volta" spielte auf Originalinstrumenten des Barock und half mit, ein Musikfest zu gestalten, an das die Zuhörer noch lange Zeit zurückdenken werden.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    '01.10.2000	Un dimanche à Saint-Thomas de Leipzig du temps de <br>' +
    'Jean-Sébastien Bach<br>' +
    'La Collégiale Saint-Étienne de Hombourg-Haut<br>' +
    'Le journal des Environs de Freyming-Merlebach<br>' +
    'Magistrale clôture de la Route des orgues<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'La Collégiale Saint-Étienne de Hombourg-Haut a accueilli son 4e concert de l’année 2000 dans le cadre de la Route des orgues de Moselle' +
    'Après Saint-Avold et Forbach, autres villes retenues pour l étape du Bassin houiller de la Route des orgues de Moselle 2000; le concert de Hombourg haut a clos son ultime bout de chemin. Grâce à de nombreux partenaires associatifs qui en sont le relais sur le terrain, la Route des Orgues initiée par l Addam 57 et soutenue par le Conseil général de la Moselle, connaît d année en année plus de succès.' +
    'Le concert de dimanche soir a marqué non seulement la clôture de l‘étape du Bassin houiller, mais aussi celle de sa 10e édition. L édition 2000 de la Route des Orgues et ses diverses étapes, sept au total (pays messin, pays de la Nied, pays des trois frontières, pays du Saulnois, pays de Sarrebourg, l‘Est mosellan et le Bassin houiller) aura été pour l‘essentiel consacré à Jean Sébastien Bach, le grand cantor et organiste de Leipzig, à qui elle a voulu rendre un hommage particulier, pour célébrer la mort de ce compositeur.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Des virtuoses<br></pre>' +         
    '<p class="blocksatz">' +
    'Celui qui dirigea :ce concert a été particulièrement salué car de nombreux Hombourgeois et surtout les membres de l‘Institut Théodore Gouvy le connaissent bien : c est Joachim Fontaine qui s est déjà produit dans la Collégiale à l occasion de la recréation du Stabat-Mater et de la Cantate Egill de Théodore Gouvy en 1996.' +
    'La forme musicale de ce concert dont le programme a été la reconstitution d un office solennel en l église Saint-Thomas de Leipzig du temps de J. S. Bach avec notamment des grandes œuvres composés par ce dernier.' +
    'Ce grand moment musical a été apprécié à sa juste valeur. Tous les ingrédients ont été réunis pour le nombreux public afin qu il assiste à un inoubliable moment. Même des Américains qui se trouvaient en séjour en Sarre et qui ont eu vent de ce concert se sont déplacés jusqu‘à l‘église collégiale.' +
    'De grands virtuoses ont participé à ce concert: James Johnstone, grand orgue, de Londres , Susanne Gastauer, spécialisée dans la musique baroque; Roland Kunz, membre de la Chapelle Royale et du Balthasar Neumann ; Richard Edgar-Wilson, ténor, de Cambridge ; Christian Immler du très célèbre Collège of Music de Londres et Peter Zenner, basse, de la Hochshule für Musik und theater de Sarrebrück.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    '28.10.2000	Festmusik für Sankt Thomas Leipzig 1740 <br>' +
    'St. Crispinus und Crispinianus Saarlouis-Lisdorf<br>' +
    'aarlouiser Stadtrundschau 8.11.2000<br>' +
    'Bachs Musik wärmte, stärkte und entspannte<br>' +
    'In der Pfarrkirche St. Crispinus und Crispinianus Lisdorf erklang die „Festmusik für<br>St. Thomas“<br>' +
    'gal<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Die alte Musik ist für eine besondere Aufführung von der Evangelischen Kirche Saarlouis in die Pfarrkirche St. Crispinus und Crispinianus Lisdorf umgezogen. Die gute Orgel war ein wichtiger Grund für den Ortswechsel. Doch das Lisdorfer Gotteshaus gab auch einen würdigen Rahmen für die Musik ab, die Johann Sebastian Bach 1740 für die Kirche St. Thomas in Leipzig schrieb.' +
    'Warm war es nicht gerade in der Kirche. Wer aber im dichtbesetzten Mittelschiff saß, konnte vom Nachbarn profitieren. Oder er erwärmte sich eben an der schönen Musik. ' +
    'So kam sogar die Temperatur der historischen Aufführungspraxis entgegen, welche Joachim Fontaine seit Jahr und Tag in Saarlouis mit seinen verschiedenen Ensembles pflegt.' +
    'Für die „Festmusik für St. Thomas" vereinte Fontaine die Kantorei Saarlouis, das Ensemble UnaVolta und den Kirchenchor „Cäcilia" Roden zu einem wohlklingenden Klangkörper. Der Kirchenchor hatte quasi die Funktion des „Volkes“ während des Gottesdienstes inne. Die Mitglieder saßen auch in den vorderen Bänken, während die übrigen Sänger und Musiker den Chorraum einnahmen.' +
    'Vor dem Konzert studierte Fontaine ein paar Lieder mit allen ein, Notenblätter waren verteilt worden. Als „Regieanweisung“ wurde aber gebeten, einige Lieder lieber nicht mitzusingen wegen der besonderen Schwierigkeiten des Wechsels von Gesang und Orgel und wegen eines Rundfunkmitschnitts. Von Beginn an waren die Zuschauer also ins Geschehen einbezogen, selbst wer nur zuhörte. Bach hat die „Festmusik für St. Thomas" als Musik für die Reformationsfeier geschrieben; der lutherisch-orthodoxen Liturgie folgend mit Kantaten als zentralen Elementen. Fontaine hat die Messe nach Dokumenten im Leipziger Bachinstitut und Leipziger Kirchenarchiven rekonstruiert.' +
    'Die konzertanten Teile, die mit Chor, Orchester und Solisten dargebotene Musik, entstammen derselben Schaffensperiode Bachs. Man hörte einige bekannte Werke, Lieder auch, die die Zeiten bis in aktuelle katholische Gesangsbücher hinein überdauert haben.' +
    'Die gesamte musikalische Reformationsfeier dauerte zweieinhalb Stunden. Aber, ehrlich, wer sich auf diese Musik einlassen konnte, dem wurde die Zeit nicht lang. Wie bei einem Jazzkonzert zuckte es einem in den Beinen, so sehr konnte Bach den „Nerv" des Publikums treffen.' +
    'Die Originalinstrumente des wie immer eigens für das Konzert zusammengestellten Ensembles „UnaVolta“ trugen zur Faszination erheblich bei, nicht weniger der Reichtum der Lisdorfer Orgel, die Jörg-Andreas Bötticher sehr gut spielte. Die Ausführenden überzeugten alle. Bemerkenswert war die große Wortverständlichkeit, mit der sie sangen.' +
    'Das gilt in besonderem Maße für die Solisten Susanne Gastauer (Sopran), Roland Kunz (Countertenor), Benoît Haller (Tenor), Roy Rashbrook (Tenor), Christian Immler (Bass) und Peter Zenner (Bass).' +
    'Nicht weniger deutlich sang die Kantorei. Man konnte nach Kinderart den Blick auf ein Gesicht fixieren und schon hörte man diese Stimme heraus. An sonsten fügte sie sich geheimnisvoll in das große gemeinsame Klangbild ein.' +
    'Bei einem guten Eintopf behalten die einzelnen leckeren Bestandteile ihren Eigengeschmack und verlieren ihn nicht in einem undefinierbaren Brei. So sangen die Mitglieder der Kantorei jedes für sich mit Engagement und Schönheit, so spielten auch die Mitglieder von „Una Volta“. Alle Beteiligten wirkten ganz unverkrampft, auch noch als es doch recht spät war. Und die Zuhörer verließen am Ende gestärkt und entspannt das Gotteshaus (trotz den harten Kirchenbänken):' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    '29.10.2000	Festmusik für Sankt Thomas Leipzig 1740 <br>' +
    'Ludwigskirche Saarbrücken<br>' +
    'SZ<br>' +
    'Wie einst Bach vor 260 Jahren<br>' +
    'Helmut Fackler <br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +         
    '„Ein feste Burg ist unser Gott“. Diese Choralzeile Martin Luthers war Motto einer „Reformationsfeier um 1740 in Leipzig“. Jetzt wurde sie in der Saarbrücker Ludwigskirche gewissermaßen wiederholt. Gestützt auf zuverlässige Quellen verschiedener Bach-Archive hatte Joachim Fontaine dieses bemerkenswerte Projekt initiiert. Damals, 1740, dauerte ein Gottesdienst in der Leipziger Thomaskirche oft vier Stunden, die zahlreichen Saarbrücker Zuhörer erlebten nun dank der Beschränkung auf die musikalische Teile noch mehr als zwei Stunden geistlicher Musik. Johann Sebastian Bach war seinerzeit der Thomaskantor, so stand seine Musik auch jetzt im Vordergrund.  ' +
    'Froh wäre er gewesen, der Bach, hätte ihm damals ein so versierter Chor wie die Kantorei Saarlouis zur Verfügung gestanden. Musste er doch immer wieder beim Rat der Stadt Leipzig Klage führen über die personellen und finanziellen Umstände, durch die ihm „die Kräffte benommen werden, die Music in beßeren Stand zu setzen." Die Choräle der Kantaten, die Messe-Teile und die Motette „Lobet den Herrn alle Heiden“ wurden von der Kantorei klangschön und mit großer Präzision gesungen. Das mit barocker Spielweise bestens vertraute Ensemble „UnaVolta“ war Dirigent Joachim Fontaine ein klangfeiner und aufmerksamer Partner. Schade nur, dass die solistisch besetzten Streicher in den Chor-Tuttis akustisch verloren gingen. Überzeugend die Besetzung der Gesangssoli: Susanne Gastauer mit beweglichem, leichten Sopran, Countertenor Roland Kunz, geschmeidig und wohlklingend in den Alt-Partien, Tenor Benoit Haller mit fein glänzendem Evangelisten-Ton und Christian Immler, der seinen Bass lebhaft und tonschön einsetzte. Vielbeschäftigt war an der Orgel auch Jörg-Andreas Bötticher mit Bachs Toccata und Fuge in C und den Choralvorspielen zum Gemeindegesang, die er sorgfältig registriert der Raumakustik anpasste.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ<br>' +
    'Keine Scheu vor dem großen Bach<br></pre>' +
    'Heute Abend singt die Kantorei mehrstimmige Psalmen<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarlouis (et). „Nicht Bach, Meer müsste er eigentlich heißen!" Wer am vergangenen Samstag in der Lisdorfer St. Crispinus und Crispinianus-Kirche die 1740 entstandene „Festmusik für Sankt Thomas" miterleben durfte, muss dieser Anmerkung eines unbekannten Zeitgenossen des berühmten Johann Sebastian Recht geben. Ein dickes Lob gebührt Joachim Fontaine, der als künstlerischer Gesamtleiter sich – nicht zum ersten Mal — als Rekonstrukteur historischer Aufführungspraxis bewährte. Mit dem aufgeführten Werk förderten seine Ensembles ein wirklich ansehnliches Goldstück der Musikgeschichte zu Tage.' +
    'Es war zum einen die von Fontaine geleitete Kantorei Saarlouis, die wenig Scheu vor dem ansonsten gefürchteten Notenmaterial zeigte und Bachs genialen Einfällen den rechten Schwung verlieh. Während in den ruhigen Passagen das fließende Singen des Chores geradezu dem versprochenen himmlischen Frieden Raum gewährte.' +
    'Es waren zum anderen die glänzend disponierten Solisten Susanne Gastauer, Sopran, Roland Kunz, ein exzellenter Countertenor, Benoit Haller und Ray Rashbrook, beide Tenor, Christian Immler und Peter Zenner, beide Bass, der Organist Jörg-Andreas Bötticher sowie insbesondere das ebenfalls von Fontaine geführte Kammerensemble Una Volta, die mit viel Gefühl die vom Meister Bach gewollte Mischung aus monumentalem Gepränge und zartem Schmelz schön in Szene setzten. Und schließlich war da auch noch der Kirchenchor Cäcilia aus Lisdorf, der die rund 500 Zuhörer im nahezu voll besetzten Gotteshaus sicher durch die Klippen der von Bach für die „Thomas-Festmusik“ gewollten Gemeinde-Anteile führte.' +
    'Das war ein überraschendes Experiment, das Fontaine am vergangenen Samstag veranstaltete. Er ließ jedem Konzertbesucher ein dreiseitiges Notenblatt mit verwirrend auf- und absteigenden Linien in die Hand drücken, übte einmal – schon klappte das Ganze wie zu Bach s Zeiten, als seine Thomasgemeinde die Melodien zumeist auswendig kannte. So wunderte es am Ende nicht, dass es minutenlangen Applaus gab.' +
    'Was das Beste ist? Heute abend, also am Montag, 30. Oktober, singt die Kantorei unter Leitung von Joachim Fontaine um 20 Uhr in der Evangelischen Kirche in Saarlouis sechs- bis achtstimmige Psalmen aus der Hochrenaissance und des Frühbarock von J. P. Sweelinck.' +
    'Der Eintritt für dieses Konzert mit dem Titel „Zeitenwende“ ist frei.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' +  
    '26.11.2000	3. Konzert-Matinée Congresshalle Saarbrücken<br>' +
    'Gabriel Pierné: L’An Mil (Oratorio)<br>' +
    'Olivier Messiaen: Les offrandes oubliées<br>' +
    'Camille Kerger: Altars of light (Uraufführung)<br>' +
    'SZ<br>' +
    'Endzeitangst in Töne gebannt<br>' +
    'Die Philharmonie de Lorraine in Saarbrücken<br>' +
    'Helmut Fackler<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Totensonntag. Endzeitstimmung in der Saarbrücker Congresshalle, bei der dritten Konzert-Matinee des „SR". Auch der Wettergott spielte mit. Zu Gast ist die „Philharmonie de Lorraine" aus Metz und ein rund 80-köpfiger Chor mit Sängern aus Verdun, Epinal, Luxemburg und Saarlouis mit Werken des letzten Jahrhunderts, die sich auf Jahrhundertwechsel und Jahrtausendwende, sowie die Ängste der Menschen vor solchen Zäsuren beziehen. Anlass auch für das „Europäische Institut für Chorgesang", zum Jahr 2000 einen Kompositionswettbewerb auszuschreiben, dessen preisgekröntes Werk „Altars of light" des Luxemburger Camille Kerger das Konzert beschloss. Der Komposition liegt eine Montage lyrischer Texte von Pierre Joris, Anise Koltz und Yves Bonnefoye zugrunde. Gedanken dogma-freier spiritueller Entgrenzung werden gegen das Gefangensein in engen gesellschaftlich-religiösen Konventionen gesetzt. Musikalisch bedient sich Kerger einer Sprache, die zwar die aktuellen Dialekte zeitgenössischen Musikschreibens kennt, Akzentuierung oder Interpretation der textlichen Aussagen aber nicht zu beabsichtigen scheint. So steuerte das Orchester einen farbigen, pastosen Klangteppich bei, der durch rhythmische Kleinmuster aufgelockert wurde. Marimba- und Xylophon-Tupfer deuteten Exotisches an. Der gut vorbereitete Chor meisterte fast mühelos großflächige Unisoni und den englisch-französischen Sprechgesang. Die dissonant angespannten homophonen Abschnitte gelangen ebenfalls klangschön. Auch dank des klaren Dirigates des jungen Kanadiers Jacques Lacombe bei dieser Uraufführung. Vorangestellt war das erste Orchesterwerk Olivier Messiaens: „Les offrandes oubliées". Ein Gottesdienst für Orchester, mit raffiniert instrumentierten Mixturklängen, die das Orchester inspiriert entfaltete.' +
    'Begonnen hatte das Konzert mit dem Schwergewicht des Programms, einer Wiederentdeckung. Gabriel Piernés sinfonische Dichtung „L an mil“, zur Jahrhundertwende 1900 geschrieben und eine Endzeitstimmung beschreibend, wie sie zum Jahr 1000 die Menschen überfallen haben muss. Pierné, in Metz geboren, in Paris aufgewachsen und ausgebildet, war nach 1900 vor allem als Dirigent der berühmten „Concerts Colonne" bekannt. Für „L an mil“ wählte er mittelalterliche Texte und Worte aus der Liturgie. Musikalisch ist Pierné fest in der französischen Spätromantik verwurzelt. Er beherrscht deren Ausdrucksmittel und so gelingt ihm ein schauerliches, kathedral-finsteres „Miserere“, ein rhythmisch vitaler Totentanz im „Fest der Narren und des Esels" als eine fast groteske Liturgie-Parodie und eine Rückbesinnung auf Gott im „Te Deum“. Die Partitur bot der „Philharmonie de Lorraine" Raum zur Entfaltung ihrer Klangtugenden: eine gut abgerundete Farbpalette, die aber Glanz nicht vermissen ließ. Der Chor sang klangschön und Lacombe steuerte den großen Klangkörper sicher und eindrucksvoll.' +
    '</p>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 1999">Kritiken 1999<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">Kaum Hüsteln, kein Handy, viel Applaus<br>' +
    '„Zweite Uraufführung" von Werken des Giacomo Puccini senior in Saarlouis<br>' +
    'gal<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarlouis. Knisternde Spannung in der Evangelischen Kirche Saarlouis. Nicht husten, nur ja kein Handy piepen lassen! Die Besucher halten sich daran. Sie sind anständig. Und gespannt, was da kommen mag. Immerhin wird das Konzert bis nach Australien und in viele andere Länder direkt per Rundfunk übertragen. Aber es ist auch Ehrfurcht dabei. Die Musik, die auf dem Programm steht, hat noch keiner im Publikum gehört. Es ist eine zweite Uraufführung.' +
    'Joachim Fontaine hat die Leitung. Aufführende sind die evangelische Kantorei Saarlouis, das Ensemble „UnaVolta" auf historischen Instrumenten und begnadete Solisten: Anna Crookes (Sopran), Susanne Gastauer (Sopran), David Gould (Counter-Tenor), Joseph Cornwell (Tenor) und David Thomas (Baß). Der Brückenschlag nach England, wo Fontaine zeitweilig — in Oxford — studierte, funktioniert.' +
    'Doch das ist nicht genug der Assoziationen! Fontaine hat sich wieder einmal als „Archäologe" bewährt. So bezeichnete ihn Roland Kunz von SR2 Kulturradio, der für das Publikum in Saarlouis und in der weiten Welt durchs Programm führte. Fontaine ist in der Toskana auf den Spuren Alter Meister gewandelt, In Lucca hat er eine Partitur entdeckt, die es in sich hat.' +
    'Es handelt sich um Kompositionen von Giacomo Puccini dem Älteren (1712—1781). Das war der Ur-Uropa des berühmten Opernkomponisten gleichen Namens. Und eben diese Alte Musik ließ Fontaine mit seinen Musikern und Sängern in Saarlouis lebendig werden. Er hat in einer alten Bibliothek in Lucca gestöbert, wurde fündig, stieß auf eine Originalhandschrift und fand die Unterstützung des ortsansässigen Instituts. Monatelange Transkriptionsarbeiten waren nötig, bis lesbare Noten zur Verfügung standen.' +
    'Das Ergebnis war wahrlich für ein größeres Publikum bestimmt als das in der (versteht sich: vollbesetzten) Evangelischen Kirche zu Saarlouis. So kam es zu der Direktübertragung im Rahmen der internationalen Konzerte der Union Europäischer Rundfunkanstalten.' +
    'Zu hören ist feinste Barockmusik. Den Rahmen bilden die Vertonungen zweier Psalmen. Interessant daran sind insbesondere die kurzen in den Gesang des Chores integrierten Soli. Damit bekommt die Aufführung dramatische Qualität. Es erklingen schöne Stimmen und schöne Melodien, fast (vor-)klassisch beschwingt. Und die Violinen sind so quicklebendig wie bei Vivaldi.' +
    'Das setzt sich fort in der festlichen, im konzertierenden Stil komponierten Missa brevis, bestehend aus Kyrie und Gloria. Letzteres grandioses Gotteslob ist schon exklusiv für das Saarlouiser Publikum bestimmt, denn sendezeitgemäß endet die Direktübertragung bereits nach einer Stunde, während das Konzert insgesamt eine gute halbe Stunde länger dauert.' +
    '„Die Kollegen von der BBC waren ganz begeistert", sagte Roland Kunz nachher. Doch nicht nur für die Fachleute, Musikhistoriker und -theoretiker, war diese Aufführung ein Fest. Sie fesselte die Zuhörer bis zum hemmungslosen Klatschen am Schluß. Jeder spürte, daß sich hier in der Evangelischen Kirche zu Saarlouis etwas Besonderes ereignet hatte.' +
    '</p>' + 
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Sonntagsgruß 10.01.1999<br>' +
    'Fließende Bögen und souveräne Solisten<br>' +
    'Joachim Fontaine und seine Kantorei mit Werken des Kirchenkomponisten Puccini<br>' +
    'Karsten Neuschwender<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    '... Der Chor selbst bewies mal wieder, daß er inzwischen zu den besten seiner Art im Saarland gehörte.' +
    'Daß man sich überhaupt noch mal an den Kirchenkomponisten des 18. Jahrhunderts erinnert, darf man Joachim Fontaine verdanken. Der saarländische Musiker hat nämlich mal wieder den Dirigierstock beiseite gelegt und ist mit Bleistift und Notenpapier auf die Suche nach vergessener Musik gegangen. Im italienischen Lucca ist er fündig geworden - in der Stadt, wo Giacomo Puccini der Ältere in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Kapellmeister war und komponierte. Sein „Dixit a 4 concertato con stromenti e ripieni", die „Messa a 4 concertata con stromenti e ripieni" und das „Laudate a 4 breve e concertato" hatte Joachim Fontaine mit seinen Helfern für die Aufführung eingerichtet.' +
    '</p>' + 
    '<pre class="nurfet">' + 
    'CD Giacomo Puccini d. Ä. Dixit Dominus, De profundis, Laudate pueri<br>' +
    'Puccini-Debüt<br>' +               
    'Andreas Friesenhagen<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Giacomo Puccini Sr.: Musica sacra, Dixit Dominus, De profundis, Laudate pueri. Julia Gooding, Jonathan Peter Kenny, James Gilchrist, Adolph Seidel, Kantorei Saarlouis, Ensemble Una Volta, Ltg. Joachim Fontaine. Arte Nova (74321 75507 2) P 2000 (Vertrieb BMG)' +
    'Der Komponist von La Boheme, Tosca und Turandot, Giacomo Puccini, stammte aus einer angesehenen und alteingesessenen Musikerfamilie in Lucca. Einer seiner Vorfahren im 18. Jahrhundert, ebenfalls Giacomo mit Namen, war Organist seiner Heimatstadt und der Leiter der städtischen Cappella Palatina. Giacomo senior (1712-1781) schrieb vor allem Kirchenmusik, steuerte zu den lucchesischen Ratswahlen (den tasche) aber auch regelmäßig offizielle Musiken bei, eine Art Ratswahlkantaten also, allerdings im Gegensatz zu Bachs Leipziger Musiken über antike Sujets.' +
    'Der von Joachim Fontaine und seinen Ensembles durchdacht und engagiert musizierte Katalog-Einstand Puccinis geschieht auf dem Wege dreier Psalmvertonungen. Dixit Dominus und De profundis sind mehrsätzige ausgedehnte Kompositionen mit der obligatorischen Folge von Chor- und Solosätzen nach dem Muster der sogenannten Psalmkantate, wie sie für das mittlere 18. Jahrhundert vor allem in Italien typisch ist; Kontrapunktik und Arienstil halten sich die Waage. Der dritte Psalm der CD, Laudate pueri, ist in einem Satz durchkomponiert und mit dem Entstehungsjahr 1741 das wohl früheste hier zu hörende Werk.' +
    'Stilistisch sind die Kompositionen im Spätbarock angesiedelt, kippen aber bisweilen schon in die Glätte des galanten Stils um. Wenn Giacomos später Nachfahr, der gefeierte Vertreter des Verismo, durch seine melodiösen Arien das Publikum begeisterte, so scheinen Sätze wie die Sopranarie »Quia apud Dominum« des De profundis und das Laudate pueri hierfür entfernte Vorahnungen zu bieten. Ein Gespür für die eingängige Melodie hatte offenbar schon der alte Ahnherr. Darüber hinaus sind seine Psalmvertonungen sorgfältig gearbeitete und in der Erfindung gelungene Beispiele für die Kirchenmusik einer bislang nur am Rande wahrgenommenen italienischen Region und verkörpern alles andere als ‚Kleinmeisterei‘.' +
    'Die Genialität Pergolesis oder di <p class="blocksatz">' +
    '</p>' + 
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Zeitschrift??<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +   
    'Puccini: Dixit Dominus, De profundis, Laudate Pueri; Julia Gooding (Sopran), Jonathan Peter Kenny (Countertenor), James Gilchrist (Tenor), Adolph Seidel (Baß), Kantorei Saarlouis, Ensemble Una Volta, Joachim Fontaine.<br>' +
    'Arte Nova 7432175507 2 (6l1 • 1999) Vertrieb: BMG-Ariola<br>' +
    '<pre class="nurfet">' +  
    'Susanne Stöhr<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Giacomo Puccini senior (l 712-1781}, Stammvater der Puccinischen Musikerdynastie und Urgroßvater des berühmten Giacomo Junior, war ein überaus produktiver Komponist, vor allem im sakralen Bereich. Allein 17 Messen, 11 Magnificat-, 10 Te Deum- und 78 Psalmvertonungen sind von ihm überliefert, aber im Repertoire behauptet hat sich fast nichts, und auch diskographisch ist sein Oeuvre noch kaum erkundet. Da nimmt man dankbar den Vorstoß der rührigen Kantorei Saarlouis entgegen, die nun drei der geistlichen Werke eingespielt hat. Musikhistorisch bewegt sich Puccini senior an der Schnittstelle zwischen Barock und Empfindsamkeit: Kontrapunktische Abschnitte und komplexe Fugen wechseln mit homophonen Passagen, barocke Affekte mit galantem Stil. Souverän und vielseitig ist die Vokalbehandlung, packend und effektvoll die rhythmische Textur. Joachim Fontaines Interpretation exponiert einen angenehm schlanken, prägnanten Klang. Bei seinem bestens einstudierten Chor hat er auch stimmbildnerisch ganze Arbeit geleistet Weniger ausgewogen das Solistenquartett, insbesondere der etwas stimmschwache Bassist fällt ab.' +
    '</p>' + 
    '<pre class="nurfet">' +  
    'Kritiken 1999<br>' +
    '19.09.1999	„Hör mein Bitten“<br>' +
    'Romantische Chor- und Orgelmusik<br>' +
    'Martin-Luther-Kirche St. Ingbert<br>' +
    'SZ 19.09.1999<br>' +
    'Seine größte Stärke zeigte der Chor erst zum Schluss<br>' +
    'Konzert der Evangelischen Kantorei in der Martin-Luther-Kirche – Stimmlich ausge-<br>wogene, reife Leistung<br>' +
    'Brigitte Gode<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Von diesem Chor hätte man gerne noch mehr gehört! Die Evangelische Kantorei Saarlouis gastierte mit einem Konzert romantischer Chor- und Orgelmusik in der St. Ingberter Martin-Luther-Kirche. Ein Chor mit kammermusikalischen Qualitäten, geleitet von einem einfühlsamen Chorleiter und mit einer Repertoire-Auswahl, die breite Vielfalt in der stilistischen Einheit zeigte, das waren beste Zutaten für ein wirklich gelungenes Konzert. ' +
    'Schon gleich zu Beginn ging Chorleiter Joachim Fontaine mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Laudate pueri“ für Frauenchor und Orgel ein hohes Risiko ein. Denn das Stück stellt hohe Anforderungen an die Frauenstimmen. Die Chordamen meisterten die Schwierigkeiten des Werks indes bravourös. Hinter dieser starken Leistung blieben aber auch die Männerstimmen nicht zurück mit ihrem Beitrag „Über die Hügel hin“ von Moritz Hauptmann für Männerchor a cappella.' +
    'Bei dieser Ausgewogenheit in allen Stimmlagen wuchs die Spannung auf den Gesamtklang des Chores. Der zahlenmäßig kleine Chor versteht sich einerseits auf den großen, fast opernhaft-opulenten Chorklang wie etwa in Felix Mendelssohns „Hör mein Bitten, hör mein Flehen". Die wahren Qualitäten des Ensembles aber werden im A-cappella-Gesang deutlich. Und darauf, mit Verlaub, musste der Zuhörer leider zu lange, nämlich fast bis zum Schluss des Programms, warten. Schade drum. Max Regers „Unser lieben Frauen Traum“ op. 138,4 und „Nachtlied“ op. 138,3 wurden dann aber zu einem musikalischen Ereignis, das die Zuhörer nicht so schnell aus dem Ohr verlieren dürften. Diese ausgefeilte Klangbalance, Transparenz und Intonationssicherheit ist den wirklich guten Ensembles vorbehalten. Die Evangelische Kantorei Saarlouis gehört dazu.' +
    'Den Hauptanteil daran dürfte Joachim Fontaine haben. Er macht mit seiner klaren Zeichengebung selbst für den Zuschauer seine sensible Chorführung nachvollziehbar. Noch einen Namen wird man sich merken müssen, den der Sopranistin Susanne Gastauer. Aufmerksame Kenner der Kirchenmusik-Szene werden bei ihr schon jetzt eine erstaunliche stimmliche Entwicklung feststellen können. Von der Schülerin der St. Ingberter Gesangspädagogin Barbara Ikas wird man hierzulande sicher in Zukunft noch mehr hören. Sie hat eine biegsame, schlanke, schlackenreine Stimme. Bewundernswert, wie unangestrengt sie Mendelssohns „Salve Regina" sang. Susanne Gastauer geht sehr sparsam mit dem Vibrato um, und dadurch klingt manches noch allzu glatt Aber das ist letztlich auch Geschmackssache. ' +
    'In dieses wohlgerundete Klangbild passte sich die Orgelmusik nicht ganz ein. Zwar hat der Organist Ulrich Klemm sicherlich versucht, aus den Gegebenheiten des Orts das Beste zu machen. Angesichts der Tatsache, dass die Orgel der Martin-Luther-Kirche den Anforderungen der romantischen Orgelwerke von Brahms und Mendelssohn Bartholdy nicht gewachsen ist und zudem noch verstimmt war, musste das allerdings notgedrungen hinter den Erwartungen zurück bleiben. Zu Gunsten des Chores hätte man da gerne auf das eine oder andere Orgelwerk verzichtet. Man hätte diesem Konzert auf jeden Fall mehr Zuhörer gewünscht.' +
    '</p>' +               
    '<pre class="nurfet">' + 
    '27.11.1999	Giacomo Puccini der Ältere <br>' +
    '„Dixit dominus“, „De profundis“<br>' +
    'SZ (Vorbericht)<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarlouis. Werke von Giacomo Puccini d.Ä. (1712 bis 1781), Psalm „Dixit Dominus" und Psalm „De Profundis“, werden am Samstag, 27. November, um 20 Uhr in der Evangelischen Kirche Saarlouis aufgeführt.' +
    'Aufführende sind Julia Gooding (Sopran), Jonathan Peter Kenny (Countertenor), James Gilchrist (Tenor), Adolph Seidel (Bass), die Evangelische Kantorei Saarlouis und das Ensemble UnaVolta. Die Leitung hat Joachim Fontaine' +
    'Giacomo Puccini, den Namen des berühmten Opernkomponisten von La Boheme, Turandot Tosca und Madame Butterfly kennt jeder, und doch: diesen Giacomo Puccini kennen bisher nur wenige: er war der „senior", der Urgroßvater gleichen Namens.' +
    'Und er – ein Zeitgenosse Bachs und Händels – war zu Lebzeiten auch sehr erfolgreich, begründete die Puccini-Musikerdynastie, die über fünf Generationen bis zu seinem jungen Namensvetter reichte.' +
    'Letztes Jahr war Giacomo Puccinis (senior) Musik die große Entdeckung: die Europäische Rundfunkunion und SR2-Kulturradio übertrugen seine Werke am „European Christmas Day" direkt aus der Evangelischen Kirche Saarlouis in 40 Länder weltweit.' +
    'Nun kommt ein zweites Konzert: am Samstag, 27. November, der Abend vor dem ersten Advent, 20 Uhr, werden zwei Psalmen zu hören sein, der eine – „Dixit Dominus" – ein festlicher Lobpsalm, wie er auch bei Krönungsfeierlichkeiten und „solennen" Festivitäten gesungen wurde, der andere „De profundis" – Musik der Trauer, zum Abschluß des Novembermonats. Die Musik: hochvirtuose Koloratur-Arien stehen neben meisterhaft gearbeiteten Fugen.' +
    'Interpreten sind die Evangelische Kantorei Saarlouis, das Ensemble UnaVolta mit seiner international bekannten Konzertmeisterin Margaret Faultless aus London. Als Solisten wirken – unter der Leitung von Joachim Fontaine mit: der Bassist Adolph Seidel, der Tenor James Gilchrist (Oxford), der Countertenor Jonathan Peter Kenny (London) und die Sopranistin Julia Gooding, die bereits zu den jungen Stars der „Alten Musik“-Szene zählt.' +
    'Die Vorverkaufsstellen sind: Kaufhaus Pieper, Evangelisches Gemeindebüro Saarlouis, Info Rathaus Saarlouis sowie an der Abendkasse. Der Eintritt kostet 20 DM, 10 DM ermäßigt, 40 DM Familie.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ (Vorbericht)<br>' +
    'Giacomo der Ältere gefragt.<br>' +
    'Kantor Joachim Fontaine entdeckte den Urgroßvater Puccinis neu und erregte Aufsehen<br>' +
    'Sabine Graf<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Die Evangelische Kantorei Saarlouis hat überregional auf sieh aufmerksam gemacht. Der Bärenreiter-Verlag in Kassel will das Konzert am 27. November aufzeichnen lassen und als CD herausgeben.' +
    'Ein siegreiches Team sollte man niemals wechseln. Diese einfache Wahrheit erwies sich im Fall der Evangelischen Kantorei Saarlouis und Giacomo Puccini dem Älteren als zutreffend. Ein Konzert am 27. November und eine anschließende CD-Aufnahme liefern den Beweis.' +
    'Im letzten Jahr hatte Kantor Joachim Fontaine mit seinen Sängerinnen und Sängern, hervorragenden Solisten, sowie dem Ensemble UnaVolta das Projekt in alle Lande geschickt Aus Anlass des „European Christmas Day", dem sich europaweit Rundfunkstationen angeschlossen hatten, strahlte der Saarländische Rundfunk das Konzert weltweit aus. Das Echo ließ nicht auf sieh warten: Der Westdeutsche Rundfunk berichtete aber das Saarlouiser Projekt, und diese Botschaft drang nach Kassel auf den Schreibtisch eines Lektors im renommierten Bärenreiter-Verlag. Er will nun das von Joachim Fontaine wiederentdeckte Werk von Puccini dem Älteren, sprich dem Urgroßvater des berühmten Opernkomponisten Giacomo Puccini, neu drucken. Außerdem interessiert sich das zum Bertelsmann-Konzern gehörende Plattenlabel „Arte Nova" für die Motetten des Herrn Puccini, erzählt Fontaine. So kommt es, dass am 27. November noch einmal die Musik Giacomos Puccinis in der evangelischen Kirche Saarlouis erklingt In der Woche drauf finden am gleichen Ort über mehrere Tage Aufzeichnungen statt, die, auf CD gepresst, im Handel erscheinen.' +
    'Doch, wie nicht anders zu erwarten, wird wiederum „Unerhörtes", so Pfarrer Christian Wermbter, auf dem Programm stehen. „Die Reihe der Entdeckungen", betont Wermbter, setzt sich fort. Gerade in Zeiten knapper Kassen unterstreicht er: „Die Kirchenmusik soll in der Gemeinde leben." Dass dies möglich ist, dafür steht auch der Kirchenmusikausschuss ein, vertreten durch Margarethe Beck und Heinrich Rupp, der Joachim Fontaine in seiner Arbeit unterstützt. Mit dem entsprechenden Erfolg – „denn längst ist Saarlouis im Saarland eine Heimstatt der Alten Musik beziehungsweise Musik der Barockzeit", erinnert Christian Wermbter.' +
    'Mit dem Konzert am 27. November bestätigt die Kantorei ihren Ruf. Im kommenden Jahr feiert sie ihr zehnjähriges Bestehen. In diesem Zusammenhang wird auch eine Festschrift erscheinen. Außerdem ist das Puccini-Konzert mehr als ein rein musikalisches Ereignis zu sehen. Mit dem Trauer-Psalm „De Profundis" schließt das Kirchenjahr, um mit dem festlichen Lobespsalm „Dixit Dominus" das Kirchenjahr 2000 zu eröffnen.' +
    'Chöre, Fugen, hochvirtuose Koloratur-Arien barocker Machart versprechen einen ereignisreichen Konzertabend! kündigt Fontaine an. Dafür stünden auch die hochkarätigen Solisten ein, die er geladen hat. Erneut mit dabei ist die Violinistin Margaret Faultless. Der Bassist David Thomas, der Tenor Nick Sears, der Countertenor Jonathan Peter Kenny und die Sopranistin Kym Amps übernehmen die Solopassagen. Ein erfolgreiches Team sollte man also nicht wechseln. Chor, Musiker, Solisten und Programmauswahl, die ein Konzertereignis auf hohem Niveau versprechen, bestätigen dies.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ<br>' +
    'Kam da schon das Rokoko?<br>' +       
    'Die Evangelische Kantorei Saarlouis entdeckt Puccini<br>' +
    'Peter Schroeder<br></pre>' +  
    '<p class="blocksatz">' +
    'iacomo Puccini — wer denkt bei diesem Namen nicht an Operntitel? Doch es gab einen zweiten Komponisten, der so hieß. Giacomo Puccini der Ältere nämlich, der von 1712 bis 1781 in Lucca lebte und dort als Dom-Kapellmeister angestellt war. Er ist der Ur-Urgroßvater des berühmten Opernschöpfers. Heute sind seine Werke vergessen. Joachim Fontaine, der rührige Chef der Evangelischen Kantorei Saarlouis, stieß bei Forschungen auf Puccinis verschollene Werke und sah sich die handschriftlichen Partituren an, da es Drucke nicht gibt.' +
    'Zwei Psalmen hatte Fontaine seiner Kantorei, dem Ensemble Una Volta sowie vier international angesehenen Solisten zum Einstudieren vorgelegt. Man musizierte am Samstag auf historischen Instrumenten: Oboen, Streicher, Basso continuo (Bass, Orgelpositiv, Cembalo), und in den weichen Orchesterklang mischten sich die sehr rein intonierenden Stimmen des Chores und der verhalten agierenden Solisten. Der Psalm „De profundis" schien gegenüber dem Psalm „Dixit Dominus" der jüngere und bedeutendere zu sein. Die Errungenschaften des Rokoko werden erahnt, im Orchester schwingt manche virtuose Passage, die harmonische Farbigkeit nimmt zu. Julia Gooding wusste sich in mehreren Sopran-Soli geschickt dem liturgischen Gesamt-Charakter anzupassen. Ihr Duett mit Jonathan Peter Kenny (Kontratenor) überraschte mit auserlesenen, duftigen Klangfarben. James Gilchrist (Tenor) und Adolph Seidel (Bass) überzeugten mit gepflegtem Timbre und ausgezeichneter Diktion. Ein Konzert der besonderen Art.' +
    '</p>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 1998">Kritiken 1998<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">11.10.1998	Georg Friedrich Händel<br>' +
    'Deborah<br>' +
    'SZ 13.10.1998<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Mit viel finanzieller Unterstützung und dem persönlichen Einsatz von Joachim Fontaine konnte Deborah aufgeführt werden.' +
    '</p>' + 
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Sabine Graf<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Seinerzeit war die Uraufführung des Oratoriums „Deborah“ von Georg Friedrich Händel von einem Skandal begleitet: Die Abonnenten des Theaters, in dem sie 1733 stattfand, revoltierten, weil ihre Dauerkarten plötzlich keine Gültigkeit mehr hatten. Dieses musikalische Großunternehmen sprengte die Dimension. Das Orchester war größer als sonst, der Chor hatte eine gewaltige Wegstrecke zu bewältigen — mal als Kommentator des Geschehens, mal als sein lautmalerischer Verstärker. Von der Gruppe der Solisten gar nicht zu reden. Händel hatte sich viel vorgenommen und war schließlich auch erfolgreich. Seinerzeit. Und heute?' +
    'Heute macht man es wie seinerzeit, sprich, der Weg zur authentischen Aufführung und zur Werktreue führt über die historische Spiel- und Aufführungspraxis. Das heißt nicht, zu kopieren, sondern sich ernsthaft mit dem längst Vergangenen auseinanderzusetzen, damit am Ende ein rund 250 Jahre altes Werk in seiner geschichtlichen Besonderheit vor Augen und Ohren der Zeitgenossen steht. Händels „Deborah" war ein solches Projekt, das in der Evangelischen Kirche Saarlouis erarbeitet und ausgeführt wurde.' +
    'Aufwendig ist so ein Projekt immer noch, weswegen Pfarrer Christian Wermbter zahlreichen Spendern, darunter der Landkreis und der Stadtverband kultureller Vereine sowie der Förderkreis Kirchenmusik, seiner Kirche und privaten Gönnern für ihr finanzielles Engagement seinen Dank aussprach. Und er dankte nicht zuletzt dem, „der dafür sorgt, daß alles zusammenläuft": Joachim Fontaine, Chorleiter und Dirigent. Zusammen mit der Evangelischen Kantorei Saarlouis, dem von ihm ins Leben gerufenen Ensemble UnaVolta und sieben vorzüglichen Solisten machte er sich daran, das mehr als drei Stunden dauernde Werk aufzuführen. Oratorium, dieses, salopp gesagt, Zwischending aus geistlicher Musik (allein Gott zur Ehr) und opernhafter Dramatik verbindet das Glaubensthema mit dem Affektgesang in Arien, Duetten und einem recht schönen Ensemblestück.' +
    'Altbekannt sind die Schlenker und Manieren Händels und die damals gebräuchlichen musikalischen Formen: Ein regelrechter Sound, ein Stil mit Wiedererkennungswert entsteht. Damit stellt sich die Aufgabe, wie ist diesem Umstand beizukommen? Ernsthaft und auf den historischen Charakter konzentriert, gelang es den diszipliniert, klanglich ausgewogenen wie höchst beweglichen Chorstimmen und dem am Ende scheinbar ein wenig entkräfteten Orchester ein Werk zu interpretieren, als höre man es zum ersten Mal. Spannend und genußvoll war es, und das war in erster Linie den Solostimmen zu verdanken, allen voran Ghislaine Morgan (Sopran) als Deborah und der gesundheitlich angeschlagene Jonathan Peter Kenny (Countertenor) als Feldherr Barak, der das Konzert bewundernswert durchstand. Forsch-fordernd Deborah, weich und verführbar Barak: Die Stimmen schienen entlang der Charaktere der auftretenden Figuren besetzt. Die Spannung blieb bis zuletzt erhalten. Angela Kazimierczuk (Sopran) und Peter Floch (Bariton) ergänzten das Quartett der Solisten von außerhalb in diesem Sinn. Nicht anderes taten auch die Solostimmen aus den Reihen des Chores: Susanne Gastauer (Sopran), Manuel Tobias Stöbel (Tenor) und Peter Zenner (Bariton). Händel wurde gesungen, daß es eine Freude war, zuzuhören.' +
    '</p>' +                
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Sonntagsgruß?<br>' +
    'gal<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Alte Musik kann sehr aktuell sein. Das haben die Besucher des Konzerte in der vollbesetzten evangelischen Kirche in Saarlouis erlebt. Zur Aufführung kam „Deborah", das erste englischsprachige Großoratorium von Georg Friedrich Händel (1685-1759), das – heute kaum noch bekannt – seinerzeit viel gespielt wurde. Joachim Fontaine hat es dem dankbaren Publikum zugänglich gemacht.' +
    'Dazu hat er hochkarätige Musiker und Sänger gewinnen und (nicht zuletzt dank Spenden und Zuschüsse) engagieren können. Die 1989 gegründete Evangelische Kantorei Saarlouis trat mit den Musikern des 1990 gebildeten Ensembles „UnaVolta" auf.' +
    'Das ist schon eine gut funktionierende Kombination; denn mit ihren Auftritten in den letzten Jahre hat die evangelische Kirche in Saarlouis den Ruf bekommen, „Hochburg der Barockmusik" zu sein. Wohl daran lag es, daß viele Besucher von weither kamen, bis nach Mannheim, Koblenz oder Trier reicht das Einzugsgebiet. ' +
    'Und hochkarätige Solisten waren dabei. Fontaine pflegt seit seinem Studium in Oxford gute Kontakte zur englischen Alte-Musik-Szene. Mit Ghislaine Morgan sang eine Sängerin von internationaler Reputation die Deborah. Die zweite Sopranstimme sang Angela Kasimierczuk, ebenfalls eine Konzert- und Oratoriensängerin von Rang.' +
    'Beide Stimmen durchdrangen den Kirchenraum mit zarter oder auch harter Intensität. Susanne Gastauer, ebenfalls Sopran, Gründungsmitglied der Kantorei in Saarlouis, überzeugte nicht minder als die großen Gaststimmen.' +
    'Mit Jonathan Peter Kenny war in Saarlouis die seltene „Spezies" des in der englischen Barockmusik hochgeschätzten Countertenors zu hören. Er erwies sich als glänzender Vertreter seines Fachs, wenn auch krankheitsbedingt, wie er vorab wissen ließ, nicht ganz auf der Höhe seiner stimmlichen Möglichkeiten. Wer wollte das beurteilen!' +
    'Der junge Manuel Tobias Stöbel (Tenor), der in Saarbrücken studiert, gefiel ebenso wie die Baritone Peter Floch (Sänger am Pfalztheater Kaiserslautern) und Peter Zenner, aus den Reihen der Kantorei.' +
    'Der Konzertmeisterin Mechthild Blaumer und vor allem dem Dirigenten Joachim Fontaine ist es gelungen, die schier unglaubliche Fülle des Händelschen Oratoriums — „Deborah" gehört zu den chorreichsten Werken des Londoner Meisters — als Gesamtkunstwerk erfahrbar zu machen. Händel hatte sich ein Thema aus dem Buch der Richter ausgesucht.' +
    'Die Prophetin Deborah weissagt den Sieg der Israeliten über die Kanaaniter. Der Krieg ist grausam, Feldherren und Soldaten sterben, sogar durch die Hand einer Frau. Am Ende triumphiert Deborah.' +
    'Das dramatische Geschehen spiegelt das ganze Spektrum des Barocks wider. Das Leben und alle Werke des Menschen gelten als „eitel“, vergänglich. Tod und Elend sind die prägenden Erfahrungen. Demut und Schicksalsergebenheit, auch Lichtblicke, Hoffnung, dies alles gehört zum barocken Inventar. Und Händel findet dafür die Musik, in dunklen und in hellen Tönen. Ja, sogar versöhnlich und lebensbejahend.' +
    'So betrachtet ist Händels „Deborah“ trotz dem heute entlegen wirkenden Stoff eine Musik, die heutigen Zuhörern durchaus näher sein kann als jüngere, romantische Musik (und als zeitgenössische sowieso). Und trotz der Überfülle der Eindrücke und der Länge der Aufführung war der Abend ein Erlebnis. Große Kunst!' +
    '</p>' + 
    '<pre class="nurfet">' +  
    '20.12.1998	Giacomo Puccini d. Ä.<br>' +
    'Dixit Dominus, Messa a 4 concertata con stromenti e ripieni, <br>' +
    'Laudate pueri<br>' +
    'SZ (Vorbericht)<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Kantor Joachim Fontaine hat für den „besonderen Tag" des Hörfunks am 20. Dezember selten gespielte Werke von Puccini dem Älteren in Lucca' +
    'ausgegraben.' +
    '</p>' +     
    'Sabine Graf<br>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Stell  dir vor, in Saarlouis spielt die Musik und ganz Europa hört zu: Dies ist kein Wunsch, sondern Realität. Am 20. Dezember wird aus der Evangelischen Stadtkirche Saarlouis ein Konzert übertragen. An diesem vierten Adventssonntag werden ab 19 Uhr die Evangelische Kantorei Saarlouis, das Ensemble „Una Volta" mit der Konzertmeisterin Maggie Faultless und den Solisten Julia Gooding (Sopran) und Jonathan Peter Kenny (Countertenor), Leitung Kantor Joachim Fontaine, festliche Weihnachtsmusik von Giacomo Puccini dem Älteren singen und spielen.' +
    'Zu diesem Zeitpunkt liegt Saarlouis auf dem musikalisch-geographischen Dreieck zwischen Prag, Paris und Mailand, denn rund 40 europäische Rundfunkanstalten wollen dieses Konzert übertragen, so Dr. Friedrich Spangemacher, stellvertretender Programmchef von SR 2 Kulturradio. Zweimal im Jahr veranstaltet die Europäische Rundfunkunion (EBU) einen „Special Day“, den ihre Mitglieder gestalten. An diesem „besonderen Tag“ senden die angeschlossenen Rundfunk-Stationen zwischen zehn Uhr morgens und 24 Uhr nachts jede Stunde ein Live-Konzert. Traditionell fällt einer dieser „Special Days" auf den vierten Adventssonntag, den „European Christmas Day“ (den europäischen Weihnachtstag). Und was paßt da besser als weihnachtliche Musik? Doch die muß etwas ganz Besonderes sein. Ein Mann für solche Fälle ist der Saarlouiser Musiker und Kantor Joachim Fontaine, das ist auch beim Saarländischen Rundfunk bekannt, so fragte man kurzerhand bei ihm an. Denn lang und erlesen ist die Liste der Programme, die Pfarrer Christian Wermbter von der evangelischen Kirche Saarlouis aufzählte. Nicht weniger stolz ist man auf Seiten der Stadt Saarlouis wegen dieses besonderen Ereignisses, betonte Oberbürgermeister Hans Joachim Fontaine. Deshalb hilft die Stadt bei den Vorbereitungen nicht nur logistisch, sondern übernimmt auch den Kartenvorverkauf. Damit festige man die ohnehin bestehende Zusammenarbeit zwischen dem stets stark engagierten kirchenmusikalischen Ausschuß der evangelischen Kirche und dem städtischen Kulturamt, die demnächst auch der Landkreis finanziell unterstützen will, so Pfarrer Wermbter. Schließlich hat man stets einen guten Anlaß: die in der Kantorei geleistete musikalische Arbeit. Hierfür sorgt Joachim Fontaine nicht nur als Chorleiter und Organist, sondern auch als allgegenwärtiger Forscher nach Werken unbekannter oder vergessener Komponisten Alter Musik. Diesmal wurde er in den Archiven der toskanischen Stadt Lucca fündig, wo seit 1700 die Familie Puccini lebte und wirkte, deren jüngster und bekanntester Sproß der Opernkomponist Giacomo Puccini war. Einer seiner Vorfahren war Giacomo Puccini der Ältere, der zwischen 1712 und 1781 in der an Musik und Musikern reichen Stadt Lucca lebte und zu seiner Zeit als ein bekannter Musiker galt. Er wurde als Mitglied der elitären „Accademia filharmonica" geführt, der auch Mozart angehörte, so erzählt Joachim Fontaine. Anspruchsvoll, festlich sei diese Musik, Puccini der Ältere schöpfe die Fülle der kompositorischen Gestaltungsmöglichkeiten der Barockmusik aus, sagt Fontaine und begründet damit seine Literatur-Auswahl. Eine „Missa brevis" und zwei festliche Weihnachtspsalmen werden an diesem 20. Dezember auf dem Saarlouiser Programm stehen und in ganz Europa zu hören sein.' +
    '</p>' + 
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ 22.12.1998<br>' +
    'Puccini Senior<br>' +
    'Saarlouis als Nabel der Musikwelt: Konzert mit Barock-Musik<br>' +
    'Stefan Uhrmacher<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Eine knappe Stunde lang war das Saarland am Sonntag Mittelpunkt der Musikwelt — das Radio macht s möglich. Im Rahmen der „Internationalen Konzerte der Union Europäischer Rundfunkanstalten (EBU)" übertrug der Saarländische Rundfunk Alte Musik aus der evangelischen Kirche Saarlouis live in aller Herren Länder: Zahlreiche Stationen in Europa bis nach Portugal, Lettland und Rumänien, ja sogar in Kanada und Australien schalteten sich beim „EBU-Christmas Day" zu. Sekundengenaue Arbeit war hier Trumpf, der Radiotakt ist gnadenlos. Und so gab Moderator Roland Kunz den zahlenden „Mitwirkenden" auf den vollbesetzten Kirchenbänken sogar detaillierte Applaus-Anweisungen.' +
    'Aufatmen, denn der Beitrag aus Saarlouis ging minutiös über den Äther, und er war hochkarätig. Wer kennt schon Giacomo Puccini Senior (1712-81)? Projektleiter Joachim Fontaine hatte Noten von dem selbst in Fachkreisen kaum bekannten Ururgroßvater des illustren Opernkomponisten ausgegraben. Eine Wiederentdeckung, die neugierig macht. Nun, die barocke geistliche Musik von Puccini Senior erwies sich nicht nur als gehaltvoll, sondern fand hier auch würdige Interpreten. So empfahl sich Joachim Fontaines Evangelische Kantorei Saarlouis – ein Amateur(!)-Chor – als gut kooperierendes Ensemble mit ausgewogenem, elastischem Klangbild – selbst knifflige mehrstimmige Sätze waren leicht durchhörbar.' +
    'Ein dickes Lob ebenfalls an das Ensemble UnaVolta. Es führte vor, daß historische Instrumente beileibe nicht kühl und spröde klingen müssen. Unter Fontaines vitaler Regie – er gab während der Übertragung teils atemberaubende Tempi vor – perlte und pulsierte die Musik hier vielmehr frisch, ja oft geradezu fröhlich. Virtuose Glanzlichter des ganz und gar nicht düster-sakralen Kirchenkonzertes waren die Beiträge der internationalen Solisten – vorneweg der ungemein beweglich, präzise und druckvoll singende Baß David Thomas. Neben den oft mit ellenlangen Koloraturen aufwartenden Arien sind klangvolle Duette eine besondere Spezialität des alten Puccini: So vereinigten Tenor Joseph Cornwell und Countertenor David Gould ihre Stimmen in einem Satz des „Dixit Dominus" (Psalm 109) zu einem klangvollen Pas de deux. Und Susanne Gastauer (Sopranistin der Saarlouiser Kantorei) leistete der Londoner Kollegin Anna Crookes kompetente Unterstützung in einem wunderschönen Zwiegesang bei „Missa a 4".' +
    '</p>' + 
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
  /*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 1997">Kritiken 1997<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">06.07.1997	Messe solennelle à l’occasion de la libération de l’Hongrie des <br>' +
    'Ottomanes<br>' +
    'Église Abbatiale Saint-Nabor, St. Avold<br>' +
    'SZ 04.07.1997 (Vorbericht)<br>' +
    '1683 dankten die Wiener dem Herrgott für ihre Freiheit<br>' +
    'Am Sonntag wird die historische Messe in St. Avold aufgeführt<br>' +
    'Markus Waldura<br></pre>' +               
    '<p class="blocksatz">' +
    'Die Idee, nicht nur die historische Spielweise, sondern auch die historischen Umstände des Erklingens von Musik zu rekonstruieren, ist ungewöhnlich. Genau dies versuchen Joachim Fontaine, das Ensemble „UnaVolta" und die Evangelische Kantorei Saarlouis am Sonntag im 36. Konzert der Musikfestspiele Saar in St. Avold.' +
    'Das Motto „Ungarn" lenkte Fontaines Aufmerksamkeit auf das Wien des ausgehenden 17. Jahrhunderts. Die Besetzung durch die Osmanen konnte 1683 gerade noch abgewendet werden. Für diesen entscheidenden Sieg dankte man Gott am 14. September 1683 mit einer Festmesse.' +
    'Die Zusammenstellung der Musik, die zu diesem Anlaß aufgeführt wurde, versuchte Fontaine zu rekonstruieren, fuhr zu diesem Zweck mit einigen Helfern nach Wien, recherchierte in dortigen Bibliotheken.' +
    'Was er fand, war eine faszinierende Vielfalt von Stilen und Formen, die alle in der damaligen Messe nebeneinander erklangen: Gregorianik, Renaissance-Motetten und hochbarocke Kirchenmusik, dazu verbindende Orgelstücke. „Die Gleichzeitigkeit dieser Vielfalt fasziniert mich. Sie hat mich eigentlich auf die Idee gebracht, dieses Experiment zu wagen", erklärt Fontaine, nach seinem Motiv für diesen wohl noch nicht dagewesenen Rekonstruktionsversuch befragt.' +
    'In St. Avold wird man nicht nur die Musik eines Wiener Gottesdienstes hören, sondern auch alle anderen akustischen Bestandteile einer damaligen Messe, wie Trompetenfanfaren und liturgische Zeichen. Ein Abstecher ins benachbarte Frankreich dürfte sich daher lohnen. Denn das Experiment ist nicht nur ungewöhnlich, die Musik, die Fontaine ausgegraben hat, ist auch von erstaunlicher Klangpracht und zum Teil schon fast Bachscher Ausdruckskraft.  Aufführung am Sonntag, 6. Juli, 18 Uhr, in der Kirche Saint-Nabor in St. Avold. Das Konzert wird vom SR2 KulturRadio übertragen und als EBU-Sendung in zahlreiche europäische Länder ausgestrahlt.' +
    '</p>' + 
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ, 08.07.1997<br>' +
    'Festmesse wie vor 300 Jahren<br>' +
    'Brigitte Adamek<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Wie mag sich damals, vor gut 300 Jahren, eine Messe .abgespielt haben, noch dazu in Anwesenheit des Habsburger Kaisers Leopold I.? Auf diese Frage versuchte Joachim Fontaine mit der evangelischen Kantorei Saarlouis eine Antwort zu geben.' +
    'Vorausgegangen waren intensive Nachforschungen in diversen Archiven, In der Eglise St. Nabor im grenznahen Saint Avold wurde jetzt eine Festmesse vom 14. September 1683 rekonstruiert. Den historischen Anlass hatte seinerzeit die Befreiung Wiens von den Türken geliefert. Der damalige Hofkomponist Johann Kaspar Kerll hatte dazu eine Messe geschrieben, die sich als roter (liturgischer) Faden durch das Konzert am Sonntagabend zog – wie damals üblich, auch hier mit vielen Vor- und Zwischenmusiken der verschiedenen Hofkomponisten. Der festlichen Pauken- und Trompeten-Intrada folgte eine Marienlitanei. Die kunstvolle Art, in der hier das Lob der Gottesmutter gesungen wurde, hatte mit den heutigen Leier-Litaneien wenig gemeinsam.' +
    'Mit zarten Melismen setzte Deborah Roberts (Sopran) Glanzlichter in diese, innere Ruhe verbreitende Komposition Felice Sances‘. Nicht nur im gregorianisch intonierten „Asperges me“, auch im barocken „Te deum“ Marc‘ Antonio Zianis wurde das Interesse durch den ständigen Farben-Wechsel zwischen Chor und Solisten wachgehalten. Verlor Deborah Roberts‘ Stimme mehr und mehr an Strahlkraft, so überzeugte um so stärker der aktiv gestaltende Charles Daniels mit tragfähiger, kerniger Tenorstimme, ebenso Countertenor David Gould mit klangvoller Höhe. Die tiefen Register Peter Floch (Bariton) und Adolph Seidel (Baß) gingen jedoch in der schwammigen Kirchenakustik stimmlich etwas unter. Den Alte-Musik-Spezialisten von „Una Volta“ und „La Gamba“ kam sie entgegen.' +
    'Etwas verloren in der Weite des Chorraums, dennoch überzeugend die Leistungen des Chores, der seinen vielfältigen stimmlichen Herausforderungen vollauf gerecht wurde. Besonders eindrucksvoll gerieten der affektvoll auskomponierte Mittelteil des Credos und die chromatische Amen-Fuge, die fast schon moderne Akzente setzte. Die Orgelmodulationen zwischen den Meßtexten wirkten störend, was nicht am Organisten Jörg-Andreas Bötticher, sondern an den verstimmten Registern lag.' +
    'Musikwissenschaftlich gesehen, war dieses „Experiment“ sicher eine hochinteressante Sache, dennoch – eine Meßfeier läßt sich nicht nachspielen, auch wenn ab und zu ein paar Glöckchen erklingen.' +
    '</p>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 1996">Kritiken 1996<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">06.10.1996	Georg Friedrich Händel<br>' +
    'Joseph<br>' +
    'SZ 08.10.1996<br>' +
    '„Joseph“: Viel Beifall für eine Ausgrabung<br>' +
    'Brigitte Adamek<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    '„Sei stark mein Herz" (Be firm my soul) — einsam klagend sitzt Joseph im Kerker. Solistisch, ohne Orchester muß er diese Zeilen singen. Mit diesem dramaturgischen Kunstgriff läßt Georg Friedrich Händel sein Oratorium beginnen. Die biblische Geschichte Josephs und seiner Brüder diente als Libretto für dieses Monumentalwerk.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Forschungs-Kleinarbeit<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Joachim Fontaine, dem Leiter der Evangelischen Kantorei Saarlouis, gebührt das Verdienst, „Joseph“ in mühevoller Forschungs-Kleinarbeit ausgegraben, und am Sonntag in einer frühen Fassung in Saarlouis wieder aufgeführt zu haben. Ein beeindruckendes Erlebnis, zu dem das gesamte Ensemble beitrug. Man spürte, daß es allen Spaß machte, die Musik, mit der Händel es trefflich verstand, Gefühle und Stimmungen in seiner barocken Tonsprache auszudrücken, wieder zum Leben zu erwecken.' +
    'Die gut aufeinander abgestimmten „historischen" Instrumenalisten mit ihrer Konzertmeisterin Margret Faultless, die schon in der Ouvertüre mit tänzerisch-beschwingtem Spiel begannen; der Kantorei-Chor, der seine etwas untergeordnete Rolle klanglich bewegt und die zum Teil halsbrecherischen Fugenteile durchweg gut gestaltete.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Glänzende Sänger<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Den größten Anteil am Erfolg dieses Abends hatten unzweifelhaft die Sänger. Allen voran Countertenor Jonathan Peter Kenny, der die anstrengende Titelrolle auch schauspielerisch glänzend bewältigte. Ihm in nichts nach stand die Sopranistin Carys Lloyd Roberts von der in der Koloratur-Arie „Prophetic Raptures" nicht nur immer wiederkehrende „Vorahnungen", sondern ein fast unmenschliches Maß an Luft gefordert wurde. Beide bezauberten immer wieder durch betörende Liebes-Duette. In der dunklen, bösen Rolle als Simeon, Josephs Bruder, überzeugte der Tenor Joseph Cornwell mit großer dramatischer Tiefe.' +
    'Drei Deutsche vervollständigten das Solistensextett; sie harmonierten in ihren kleineren Partien gut mit den Engländern: Adolf Seidel (Baß) als Pharao, Roland Kunz (Countertenor) als dessen Diener und Susanne Gastauer (Sopran) als Benjamin.' +
    'Nach über drei Stunden Musik „Standing Ovations“ für alle Beteiligten. Es wird wohl immer ein Geheimnis bleiben, warum manche Stücke der Vergessenheit anheimfallen; doch mit einer Kürzung auf eine Kirchenbank-genehme Zeit von zwei Stunden könnte man sich eines neuerlichen Erfolges für Händels Oratorium „Joseph" sicher sein.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ<br>' +
    'Händel neu entdeckt<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Das gibt es nicht alle Jahre: Da zieht ein engagierter und neugieriger Dirigent das Werk eines berühmten Dirigenten des 18. Jahrhunderts ans Licht, das in diesem Jahrhundert so gut wie noch nie aufgeführt worden ist. (...) Das Stück ist so unbekannt, daß außer einer alten Partitur aus dem vorigen Jahrhundert kein Notenmaterial existiert. Die Stimmen für die Instrumentalisten und den Chor mußten daher von Mitgliedern der Kantorei unter großem Zeitaufwand erst erstellt werden - sie taten es mit viel Begeisterung für die Sache. ...' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    '08.12.1996	Théodore Gouvy<br>' +
    'Stabat mater<br>' +
    'Collégiale Saint-Etienne Hombourg-Haut<br>' +
    'SZ<br>' +
    'Konzerte am Wochenende<br>' +
    'Gouvy-Festival <br>' +
    'Brigitte Adamek<br></pre>' +                
    '<p class="blocksatz">' +
    '... Gouvys Marienklage, das „Stabat Mater“ wirkt durch die differenzierte und farbige Orchestrierung eher wie ein Spätwerk – aber sie wurde schon 1865 komponiert. Begeisternd auch hier die Solisten, die Sopranistin Inva Mula und die Altistin Sophie Ponjiclis. Mit Rhys-Evans bildeten sie ein stimmlich ausge-<br>wogenes Terzett, das die Schlußfuge des Chores einleitete. Diesen Part übernahm die Evangelische Kantorei Saarlouis. Sie sang sehr facettenreich, obwohl die zarten Töne des „Kammer“-Chores manchmal im romantischen Orchesterklang untergingen. ...' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ, 17.12.1996<br>' +
    'Kennen sie [sic] Gouvy?<br>' +
    'Musiker entdecken vergessenen Komponisten wieder<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Die Zusammenarbeit des Landkreises Saarlouis mit dem Département Moselle trägt immer mehr sichtbare Früchte. Das neueste Ergebnis ist eine gemeinsame CD von Musikern, die sowohl aus Saarlouis – die evangelische Kantorei unter der Leitung von Joachim Fontaine, als auch aus Hombourg-Haut (Lothringen) Choeur d’Hommes unter der Leitung von Alfred Schmidt – stammen. ... ' +
    '... auch die CD stellt unter Beweis, daß es für eine Gouvy-Renaissance noch lange nicht zu spät ist. Auffallend, mit welcher filigranen Klangkultur die Kantorei der evangelischen Kirche Saarlouis das Werk „Stabat mater“ des Romantikers Gouvy interpretiert.' +
    'Nähere Informationen über die CD „Théodore Gouvy – Stabat Mater“ sind über Sunhild Euler-Eisenbarth unter Tel. (0 68 31) 4 44-4 86, erhältlich.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'CD Théodore Gouvy Stabat Mater Cantate Égill K 617<br>' +
    'Diapason <br>' +
    'Roger Tellart<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    '... Et pour elle, comme pour le Stabat, l’exhumation est inattaquable, grâce à l’efficace Philharmonie de Lorraine, aux Chanteurs Évangéliques (très disciplinés) de Sarrelouis (pour le Stabat), au Chœur d’hommes (enthousiaste) de Hombourg-Haut (pour la Cantate) et à un plateau de solistes très impliqués; le chef étant le jeune Olivier Holt: une nature lyrique qu’on aimerait retrouver dans d’autres grandes machines chorales du XIXe siècle.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Répertoire des disques compacts, Mars 1997<br>' +
    'Jacques Bonnaure<br></pre>' +
    'On ne peut dire que le plus grand bien de l’Evangelische Kantorei de Sarrelouis, un chœur impeccable et quilibré qui convient parfaitement à ce genre musique ...' +
    '</p>' +  
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 1995">Kritiken 1995<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">22.01.1995	„Zeitenwende“<br>' +
    'Psalmen von Jan Pieterszon Sweelinck<br>' +
    'Schlosskirche Saarbrücken <br>' +
    'Sonntagsgruß<br>' +
    'Doppelter Sweelinck<br>' +
    'Die Kantorei Saarlouis in Saarbrücken<br>' +
    'Anne Dunkel<br></pre>' +                 
    '<p class="blocksatz">' +      
    '„Monumente der Vokalpolyphonie" – als solche führen musikwissenschaftliche Lexika die Motetten von Jan Pieterszon Sweelinck, die Joachim Fontaine mit der Evangelischen Kantorei Saarlouis in der Saarbrücker Schloßkirche zur Aufführung brachte. Zudem sind diese Motetten selten zu hörende Werke, und so entschloß sich Fontaine zu einer ungewöhnlichen Programmgestaltung. „Um dem Hörer die Chance zu geben, die Musik besser zu verstehen", ließ er die drei relativ kurzen Chorsätze zweimal singen.' +
    'Längst mischt die Evangelische Kantorei Saarlouis auf der Qualitätsebene der saarländischen Chorlandschaft mit. Noch, und das ist schade, fehlt dem Chor jedoch die Reputation, die ihm ermöglichen würde, auch außerhalb Saarlouis Konzerträume zu füllen. Trotz der Mitwirkung des Saarländischen Gambenconsorts unter der Leitung von Rolf Dommisch hätten in der Schloßkirche noch viele Zuhörer Platz gefunden.' +
    'Die Schnittstelle von Renaissance und Barock, die „Zeitenwende" also – so der Titel des Konzerts – füllte der Chor mit Klangbeispielen. Mit Jan Pieterszon Sweelinck hatte sich Joachim Fontaine einen der typischsten Vertreter dieser Epoche ausgesucht. Während seine Orgelmusik, für die Sweelinck noch heute hauptsächlich bekannt ist, bereits zukunftsweisend war, standen seine Vokalkompositionen noch ganz im Stil des 16. Jahrhunderts. Die Evangelische Kantorei Saarlouis sang die sechs- bis achtstimmigen, rhythmisch extrem verzwackten Sätze mit großer Musikalität. Sicher und schön eröffneten die Frauenstimmen die Vertonung des 81. Psalms „Chantez gaiement". Sie fühlten sich besonders auf der melodischen Linie wohl, in den gewaltigen Tonsprüngen landeten die hohen Soprane nicht immer treffsicher. Über die Jahre hat Joachim Fontaine die jungen Stimmen seiner Chorleute zu einem sehr kultivierten Vokalensemble geformt, mit dem sich nuancenreich arbeiten läßt. Ganz schlank modellierte er die Stimmlinien in „D où vient cela", einer Vertonung des 10. Psalms. „Reveillez-vous" (Psalm 33) ließ hören, wie flexibel die einzelnen Chorregister aufeinander reagieren.' +
     'Mit Tanzsätzen von Anthony Holborne, einem dem alten Stil verpflichteten Musiker im Dienste von Königin Elisabeth I., durchsetzte das Saarländische Gambenconsort das Chorprogramm. Zwangsläufig beanspruchte das erneute Einstimmen der Gamben vor jedem Einsatz eine beträchtliche Zeit, so daß sich die Programmdramaturgie mit dem steten Wechsel von Chor und Instrumentalensemble im nachhinein als etwas unglücklich erwies. Ganz im Stile englischer Hofmusiker und Gentlemen spielte das Gambenconsort sehr gepflegt und distinguiert. Selbst in den schnellen Tanzsätzen schwappte die Stimmung nie zum Vorwitz oder gar zur Ausgelassenheit über. Bei aller Einhaltung musikalischer Regeln führte Rolf Dommisch das Gambenconsort auch in den Tanzsätzen von Samuel Scheidt mit moderatem, höfisch getragenem Gestus.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    '26.06.1995	Henry Purcell<br>' +
    'King Arthur<br>' +
    'Pfarrkirche St. Crispinus und St. Crispinianus, Lisdorf <br>' +
    'SZ<br>' +
    'Geschmückt mit fremden Federn?<br>' +
    'Feines von Mr. Händel und Mr. Purcell mit dem New London Consort<br>' +
    'Burkhard Baltzer<br>' +
    '...<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +  
    'Akustische Tücken der Lisdorfer Kirche ärgerten auch viele Freunde von „King Arthur“. Zwischen den Konzerten wurde viel Vergleichendes über Klang und Hall besprochen und beklagt. Mag sein, daß Joachim Fontaine mit der vorzüglichen Evangelischen Kantorei Saarlouis noch viel mehr gestalterische Nuancierung vorschwebte – es blieben Wünsche offen, wenngleich diese konzertante Oper in Lisdorf prächtig gelang. Kein Moment Langeweile, jede Menge Dramatik und Liebeslyrik. Das war eine Ensembleleistung, und sie war nicht nur dem Star-Paar Emma Kirkby und Catherine Bott zu verdanken, auch nicht nur dem Orchester (sein Chef Pickett spielte hier als Blockflötist mit), das im Forte oft etwas breiig klang.' +
    'Und das, obwohl Fontaine sehr lebendig akzentuierte. Nur hatte man das Streicher-Problem aus Saarbrücken mitgebracht; kein geschlossener Klang. Durch Klangkultur hingegen bestach der Chor, trotz gelegentlich flackernder Einsätze. Die Kraft dieses „King Arthur“ wirkte dennoch übertrainiert, manchmal zu theatralisch und derb. ' +
    '...' +
    '</p>' +  
    'SZ<br>' +
    'Über 800 Besucher waren begeistert<br>' +
    'Henry Purcells „King Arthur“ war ein wahrer Ohrenschmaus<br>' +          
    '<p class="blocksatz">' +      
    'Unter der Gesamtleitung des Saarlouiser Dirigenten Joachim Fontaine bot der Chor der „Evangelischen Kantorei Saarlouis“ einen hervorragenden musikalischen Beitrag zu diesem Konzert von Weltruhm.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Sonntagsgruß 16.07.1995<br>' +
    'Viel gewagt - und gewonnen<br>' +
    'Die Kantorei Saarlouis musizierte mit bekannten britischen Künstlern<br>' +
    'Karsten Neuschwender<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    '... Die Evangelische Kantorei Saarlouis zeichnete mit sicherer Federführung einen transparenten Hintergrund für die Szenen der Purcellschen Oper. Kühle Vibrato-Akzente verdichteten sich im sogenannten „Frostchor" zu reifüberzogenen Klangkristallen, sanft und elfenhaft wurden die schwebenden Melodiebänder im Nymphenduett von den Solisten übernommen und weitergeflochten und wenn das bäuerliche Erntelied etwas derb durch den Raum poltert oder die Lockungen der Waldgeister zwergenhaft verzerrt eher an lustige Gnome als an ernstzunehmende Bedrohung erinnerten, mochten vielleicht einige Puristen leicht die Nase rümpfen,(...) der musikalischen Handlung gaben diese Einlagen jedenfalls Schwung und machten Chor und Publikum sichtbar Spaß.' +
    'Natürlich gab es auch Intonationsprobleme oder Differenzen mit dem Orchester (das in Klang und Gestaltung allerdings auch nicht immer sein Optimum erreicht hat) – aber das alles fiel im Vergleich zum Gesamteindruck nicht ins Gewicht. ...' + 
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    '27.08.1995	Christoph Willibald Gluck<br>' +
    'Orfeo ed Euridice (Erstfassung von 1762)<br>' +
    'Gasgebläsehalle Alte Völklinger Hütte<br>' +
    'SZ 29.08.1995<br>' +
    'Oper mit Tingeltangel zwischen Kesseln und Kolben<br>' +
    'Andreas von Brandt<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Mythos von der allzu menschlichen Schwäche und Vergänglichkeit, dargeboten im rostenden Weltkulturerbe „Alte Hütte" in Völklingen – schon einmal wurde hier über diese treffende Verbindung sinniert. Monteverdis „Orfeo“, die erste „richtige“ Oper der Musikgeschichte stand 1994 auf dem „Schichtwechsel“-Spielplan. Jetzt hatte sich der Saarlouiser Organist Joachim Fontaine zum Abschluß des Festivals Glucks Version mit „Orfeo ed Euridice" die große „Reformoper" in der Wiener Urfassung vorgenommen.' +
    'Intrigenballast und Virtuosengeflitter italienischer Barocktradition, oft nur noch Stoff für eitle Koloratur-Pirouetten, warf der Wiener Hofkapellmeister Gluck 1762 über Bord. In denkbar schöner Schlichtheit entfaltet sich die antike Sage in der „Azione teatrale". Dialoge und Secco-Rezitative treten zugunsten lyrischer Gesangstableaus zurück. Musikalische Spannung entsteht durch Orfeos Mit- und Gegenspieler, die Chöre.' +
    'Berückend klar und äußerst beweglich sang der erst zwei Tage zuvor wegen eines Krankheitsfalls engagierte Andrew Watts, Countertenor an der National Opera in London, die Hauptrolle. Vergleichbar famos, die englische Euridice: Carys Lloyd Roberts. Dank der Professionalität der Gäste, entstand mit der stellenweise etwas verhaltenen Susanne Gastauer (Amor) eine tragende Gesangsleistung.' +
    'Fontaine ließ sein buntes Ensemble aus Rundfunk-, Staatstheatermusikern und Gästen auf historischen Instrumenten musizieren. Eine klangliche „Erwärmung“, die durch die Stahl-Akustik der Gasgebläsehalle zu einem interessanten Erlebnis geriet. Die geradlinige, in behendem Tempo gehaltene Interpretation paßte exemplarisch zur musikalischen Rückbesinnung auf das Wesentliche, wie sie Gluck vorschwebte. Dynamische Kontraste wurden jedoch schon wirkungsvoller eingesetzt. Gedämpfte Bläser und zartere Streicher hätten vielleicht gerade bei den charakteristischen Unisono-Motiven mehr chorischer Kraft bedurft. Allerdings kämpfte der sonst wache und durchaus wohlklingende Chor (hauptsächlich Mitglieder der evangelischen Kantorei in Saarlouis) mit seinen „halbszenischen“ Vorgaben. Gedacht war wohl, ihn Teile der historischen Ballett-Zwischenspiele mitbesorgen zu lassen. Zwischen Kesseln, Kolben und Schwungrädern entstand indes ein konfuses Durcheinander. Mochte ein Ausflug ins Publikum noch einleuchten, so wollte es der gekünstelte Kollegen-Plausch beim Auftritt, die Choristenschar als grinsend tänzelnde weiße Leibchen oder als harmlos winkende Erinnyen ganz und gar nicht mehr.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Regen durchs Hallendach<br></pre>' + 
    '<p class="blocksatz">' +
    'Statt grimmiger Furien — brave Albernheiten. Das war statt Hades eher Kaiser Franz, zu dessen Ehren weiland die Uraufführung stattfand. Somit nicht ganz weit hergeholt. Schade nur, wenn manch halbszenisches Tingeltangel die Musik ein wenig beeinträchtigte. Da quetschten sich die Massen so am armen Orfeo vorbei, daß dieser — selbst arios gerade vollauf beschäftigt – Schutz suchen mußte. Auch das eindringliche „Nein" vor dem Reich der Toten verlor durch hockende Furien und einen uns in der Szene abgewandt flehenden Orfeo an musikalischer Wucht.' +
    'Endzeitliche Hades-Stimmung bescherten dafür die berüchtigte Örtlichkeit: Prasselnder Regen drang durchs marode Hallendach. Zuschauer flüchteten. Selbst die singenden Engländer staunten. Nur das Orchester hielt durch. Für neue Opern – flickt das Dach!' +
    '</p>' +                   
    '<pre class="nurfet">' + 
    '05.11.1995	Georg Friedrich Händel<br>' +
    'Esther<br>' +
    'SZ, 8.11.1995<br>' +
    'Das erste Oratorium, das Händel schrieb<br>' +
    'Eine gelungene „Ausgrabung“ mit der Evangelischen Kantorei Saarlouis und dem<br>Ensemble Una Volta<br>' +
    'Brigitte Adamek<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Mit der Aufführung von Georg Friedrich Händels erstem Oratorium „Esther“ hat Joachim Fontaine, Leiter der evangelischen Kantorei Saarlouis, Pionierarbeit beim Ausgraben unbekannter Stücke geleistet. Ein lohnendes Unterfangen, vor allem, wenn so lebendig musiziert wird wie hier in der evangelischen Kirche in Saarlouis. Das auf historischen Instrumenten spielende Ensemble Una Volta, voran die Konzertmeisterin Margaret Faultless, trug mit schwungvoll-präziser Begleitung erheblich zum Erfolg der Aufführung bei. Die expressiven Chorsätze sang die Kantorei gut artikuliert und mit großem Engagement, besonders im klagenden „Ye sons of Israel", etwas matte Einsätze von Alt und geteiltem Tenor – etwa im „Großen Chor" – störten nur wenig.' +
    'Die Titelrolle hatte die Engländerin Deborah Roberts übernommen. Sie legte ihre Arie „Tune your harps", „Praise the lord" eher verhalten als freudig an; doch ihr zarter Sopran steigerte sich zum Schluß hin, besonders in den szenisch angedeuteten Duetten mit Nicholas Hurndall-Smith. Der englische Tenor meisterte seine anstrengende Partie mit beweglich geführter Stimme, vor allem in „O beauteousQueen". Einziger „Bösewicht" in diesem Stück der Baß – Adalbert Seidel konnte seine stimmliche Indisposition weitgehend durch Ausdrucksintensität ausgleichen. Roland Kunz, neben Seidel der zweite Saarländer im Solistenquartett, beeindruckte mit vorsichtig geführter Altstimme in „O Jordan“.' +
    'Starke Akzente, gedehnte Vorhalte, schwingende Rhythmen – Händels Arien wurden zum Erlebnis, das von der lautmalerisch dargestellten Erdbebenszene bis hin zum jubelnden Finale noch an Eindringlichkeit gewann. Chor und Orchester wurden bis an ihre Grenzen gefordert, mit großen Gesten angetrieben von dem mit jugendlichem Feuer agierenden Joachim Fontaine am Pult.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    '5.11.1995, G. F. Händel: Esther<br>' +
    'Sonntagsgruß<br>' +
    'In Hochform<br>' +
    'Evangelische Kantorei Saarlouis sang Händels Oratorium „Esther“<br>' +
    'Oliver Schwambach<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Sage und Schreibe 40 Opern hat er hinterlassen, prächtige Instrumentalwerke, wie die „Wassermusik" komponiert, und doch ist es vor allem sein Oratorienwerk, das Georg Friedrich Handels Namen bis heute im Gedächtnis hält. Auch in dieser Sparte hat der gebürtige Hallenser eifrig Notenblatt um Notenblatt gefüllt: 32 Oratorien waren es schließlich, und kaum einer, der den „Messias", sein populärstes Werk, nicht kennt.' +
    '„Esther" dagegen, lockt schon eher mit dem Reiz des Unbekannten. Zumal in der frühen Fassung von 1720, die jetzt die „Evangelische Kantorei Saarlouis" zusammen mit dem Ensemble „Una Volta" in der Evangelischen Kirche Saarlouis aufführte. Im übrigen ist Esther auch Händels erstes Oratorium und in der Ur-Fassung, auf die etliche Überarbeitungen folgten, noch ein der Oper verwandtes Maskenspiel mit Pantomime, Tanz, Kostümen und Kulissen, als optische Dreingabe zur Musik. Darauf verzichteten die Saarlouiser freilich. Doch trotz dieser ursprünglichen Anlage, bietet Handels Oratorium weniger eine Dramatisierung im Sinne der Oper, als vielmehr eine lyrische Schilderung von Esthers Kampf um die Errettung der Juden. Wobei das Libretto des Oratoriums die durchaus interessanten Ecken und Kanten der biblischen Quelle ein wenig glättet.' +
    'Von Joachim Fontaine nun, dem musikalischen Leiter, und seinen Mitstreitern, ist man schon aus den vergangenen Jahren stets Top-Qualität gewohnt. Ein Anspruch, der natürlich verpflichtet – der aber auch die, Kirchenbänke füllen hilft. Und wieder mal wurde die hohe Erwartung eingelöst. Angefangen bei der Kantorei: dieser Chor leistet sich kaum eine der üblichen Schwächen. Machtvoll, wenn es sein soll, aber genauso präzise auf der gegenüberliegenden Seite des dynamischen Spektrums. Herausragend neben dem ergreifenden „Ihr Söhne Judas klagt..." war der gewaltige Chorsatz „Er kommt als Judas Feind", in dem der hymnische Chor von Hörnern flankiert wird. Just diese Hornpassagen zählten aber zu den wenigen Schwächen, die das Ensemble Una Volta (mit historischen Instrumenten) zeigte. Die Riege der Solisten präsentierte sich ebenfalls in Hochform. Manchmal ging Adolf Seidel (Bass) seine Partien zwar etwas verhalten an, gestört hat das letztlich im Kontext des Oratoriums, das eher selten emotionale Farbe fordert, kaum. Auch Sopranistin Deborah Roberts interpretierte ihre Arien wohl dosiert, mit stimmlichem Glanz, aber eben ohne Übertreibung. Vielleicht ihre schönste Arie, „Stimmt die Harf...", in der der Sopran durch das Pizzicato der Violinen reizvolle Kontraste erfährt. Kaum weniger begeisternd freilich ihre Arie „Heuchler du, nicht mehr dich hör ich", der emotionale Höhepunkt des Oratoriums. Nicholas Hurndall Smith, als souveräner Tenor und Roland Kunz (Altus) mit der ausdruckstarken, flehenden Arie „o Jordan, Jordan...", rundeten schließlich das erfreuliche Bild ab.' +
    '</p>' +  
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 1994">Kritiken 1994<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">Januar 1994	Johann Sebastian Bach<br>' +
    'Kyrie, Confiteor, Dona nobis pacem aus: Messe h-Moll<br>' +
    'Pfarrkirche St. Ludwig, Saarlouis<br>' +
    'SZ<br>' +
    'Kirchenkonzert des Stadtverbandes der kulturellen Vereine<br></pre>' + 
    '<p class="blocksatz">' +    
    '„Einen ersten Höhepunkt in seinem kulturellen Jahresprogramm setzte der Stadtverband der kulturellen Vereine mit einem weihnachtlichen Kirchenkonzert in der Pfarrkirche „St. Ludwig“ Saarlouis. Über 300 Sängerinnen und Sänger der neun städtischen Kirchenchöre sowie 600 Zuhörer füllten die Ludwigskirche bis auf den letzten Platz.' +
    '... Mit den Teilen „Kyrie – Confiteor – Dona nobis pacem“ aus der „h-moll-Messe“ von Joh. Seb. Bach stellte sich anschließend die Evangelische Kantorei Saarlouis unter Leitung von Joachim Fontaine vor. Beeindruckend wußte der junge Chor das barocke Werke zu gestalten und gab mit dem Vortrag der drei Teile einen ersten Einblick in die Schönheit des Gesamtwerkes, das die Evangelische Kantorei in einem Festkonzert des Stadtverbandes der kulturellen Vereine zur Saarlouiser Woche 1994 aufführen wird....' +
    '</p>' +        
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ<br>' +
    'Noch einmal ein „In dulci jubilo“<br>' +
    'Petra Bruxmeier<br>' +
    '...<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Jeder Bach-Liebhaber weiß es zu schätzen, wenn sich ein Chor die schwierige „h-Moll-Messe“ vornimmt. Die Evangelische Kantorei Saarlouis interpretierte aus dieser Messe die Sätze „Kyrie eleison“, „Confiteor und Et expecto“ und „Dona nobis pacem“. Durch die schöne runde und weiche Tonfärbung wurde der Vortrag zu einem Genuß.' + 
    '</p>' +           
    '<pre class="nurfet">' + 
    '05.06.1994	Johann Sebastian Bach<br>' +
    'Messe h-Moll BWV 232<br>' +
    'SZ<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +    
    '... so zeugt dies von einer Schwierigkeit seiner monumentalen Dimensionen, an die sich kaum ein Chor heranwagt. Um so erstaunlicher ist es, daß man in Saarlouis mit der Evangelischen Kantorei einen Chor hat, der in der Lage ist, sich diesem schwierigen Werk zu stellen. Unter der Gesamtleitung von Joachim Fontaine, der sich durch die Aufführung anderer Werke in der evangelischen Kirche Saarlouis bereits einen hohen Bekanntheitsgrad erworben hat, bewies die evangelische Kantorei Saarlouis, daß sie ihrem Ruf als außergewöhnlich leistungsstarker Chor allen Phasen der Darbietungen gerecht wurde.' +
    'Bereits mit dem ersten „Kyrie eleison-Satz" wurde die gute Vorbereitung und ausgefeilte Gesangstechnik der Evangelischen Kantorei transparent den Zuhörern vorgestellt. Ausgeglichene Sopran- und Altstimmen vereinten sich mit wohlklingenden Tenören und fundamentierten Bässen zu einem homogen zusammengeschweißten Klangkörper. Diesem, dem Werke zugute kommenden Aspekt wußten die Sängerinnen und Sänger um Joachim Fontaine durch dynamische Gestaltung, rhythmische Genauigkeit und sprachliche Deklamation in allen Teilen der h-Moll-Messe Rechnung zu tragen.' +
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ<br>' +
    'Schlüssig und aus einem Guß<br>' +
    'Brigitte Adamek<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +    
    'Die fehlende Lautstärke und Brisanz der historischen Instrumente kam dem sehr kleinen Chor zugute, dessen dynamischer Entwicklung naturgemäß Grenzen gesetzt waren. Problematisch die Unausgewogenheit der Frauenstimmen: Der relativ stark besetzte Sopran, mit jungen kräftigen Stimmen, ließ die anderen Chorgruppen blaß wirken.' +
    '(...) doch Fontaine weiß genau, was er will. Er führte Chor, Solisten und Orchester (...) zu einer aus einem Atem heraus musizierten, stimmigen Aufführung.' +                         
    '</p>' +  
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ 09.06.1994<br>' +
    'Evangelische Kantorei hat sich selbst übertroffen <br>' +
    'Bachs gewaltiges Kunstwerk überzeugend aufgeführt<br>' +
    'ssp<br></pre>' + 
    '<p class="blocksatz">' +    
    'Sie hat sich im Kreis Saarlouis zum Spezialisten für Alte Musik herausgebildet. Die Evangelische Kantorei Saarlouis versteht es immer wieder, ihre Zuhörer mit musikalischen Überraschungen zu begeistern. Dieses Mal hat sie sich selbst übertroffen.' +
    'Die Verpflichtung echter „Stars" der Alten Musik ist sicher nicht zuletzt dem Leiter der Evangelischen Kantorei, Joachim Fontaine, zu verdanken. Sein Bemühen um anspruchsvolle Aufführungen dankt ihm sein Chor mit sehr viel Engagement. Wie sonst hätte es ein Laienchor möglich machen können, Bachs gewaltiges Kunstwerk so überzeugend aufzuführen? Die unglaublich schwer zu singenden Fugen und die kanonartigen Themen meisterten die Sängerinnen und Sänger auf beeindruckende Weise. Man spürte: Sie hatten die Messe des Thomaskantors für sich gewonnen und verhalfen dem Werk zu seinem meditativen, fast mystischen Charakter. Nach erst fünfjährigem Bestehen haben Joachim Fontaine und die Evangelische Kantorei ihre Zuhörer wieder einmal positiv überrascht.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    '04.09.1994	Claudio Monteverdi<br>' +
    'L’Orfeo<br>' +
    'Gasgebläsehalle, Alte Völklinger Hütte <br></pre>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Sonntagsgruß<br>' +
    'Musikalische Zeitreise<br>' +
    'Anne Dunkel<br>' +
    '...<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +    
    'Der Chor der Evangelischen Kantorei Saarlouis bewährte sich in der Umgebung hochspezialisierter Profis als verläßlicher, glänzend vorbereiteter Partner, parierte gelenkig die tänzerischen Vorgaben der Musiker und trieb die schmerzlichen Ereignisse zu einem musikalischen Höhepunkt.' +
    '...' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'SZ<br>' +
    'Orpheus im Maschinensaal<br>' +
    'Jürgen Hammel<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +    
    '... Fontaines Ensembles und Chor „UnaVolta" muß es zunächst darum gehen, sich Spezialwissen und Fertigkeiten zum stilgerechten und zugleich lebendigen Spielen Alter Musik anzueignen. Und dabei sind sie auf dem besten Weg: Es gibt zwar gelegentlich Ansprache- und Intonationsprobleme auf den alten Instrumenten, aber die werden eben nicht umgangen oder vertuscht. Der Lohn sind mitreißende Tänze und ergreifende Klagen in einem aufregend farbigen, etwas rauhen Klanggewand. ...' +
    '</p>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 1993">Kritiken 1993<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">19.6.1993	Dietrich Buxtehude<br>' +
    'Membra Jesu Nostri<br>' +
    'Schlosskirche Saarbrücken<br>' +
    'SZ<br>' +
    'Kein anderer, doch ein neuer Buxtehude<br>' +
    'Die Evangelische Kantorei Saarlouis sang den Kantatenzyklus „Membra Jesu Nostri“<br>' +
    'Horst-Dieter Veeck<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +      
    'Mit dem Vokalwerk Dietrich Buxtehudes, des zeitlichen Bindegliedes :zwischen Schütz und Bach, gehen die Interpreten recht sparsam um; Es gilt als naiv bis einfältig,; und die meisten Chöre proben sich daran: auch recht bald müde. Buxtehude schrieb es vielfach zur geistlichen Unterhaltung, und da stellte er höhere Ansprüche weder an die Ausführenden noch an die Zuhörer.' +
    'Nun kam ein Gastchor in die Schloßkirche, um uns ein hierzulande völlig unbekanntes Buxtehude-Werk vorzuführen: Die Evangelische Kantorei Saarlouis sang den Kantatenzyklus „Membra Jesus Nostri“. Mit seinen meditativen Betrachtungen der Gliedmaßen des Gekreuzigten gehört es eigentlich zur Passionszeit, paßt aber mit seiner überzeitlichen Huldigung in jeden Abschnitt des liturgischen Jahreslaufs.' +
    'Sieben Kantaten umfaßt der Zyklus, und alle sind – der Zuhörer muß sich schon etwas gedulden – gleichartig gebaut. Auf ein im Ausdruck reich und außerordentlich gefühlstark komponiertes Chor-Concerto über einen knappen Bibelvers folgen gleichartige, nur von der Continuo-Gruppe begleitete Solo-Strophen aus einem damals wohl populären lateinischen Gedicht. Sie ziehen sich, von instrumentalen Zwischenspielen nur mild gewürzt, ein bißchen hin, bis zur Wiederholung des Eingangschores. Doch die Kontinuität des Themas erfordert die  komplette Wiedergabe der Kantaten.' +
    'Die rund 25köpfige Kantorei Saarlouis kam mit den fünfstimmigen Concerto-Sätzen sehr gut zurecht. Von Joachim Fontaine mit fordernden Gesten geführt, gewannen sie ihren Partien starke Wärmewerte ab, begrenzt nur durch die historischen Vorbildern nachgebauten Instrumente des Ensembles Una Volta. Klarheit der Linienführung ist dessen Qualität, nicht aber expressives Musizieren.' +
    'Der Klanglichkeit des Ensembles paßten sich auch die Solisten an: Karin Biet und Susanne Gastauer (Sopran), Nicholas Smith (Tenor), :Albert Benjes (Baß) sowie Roland Kunz, dessen geschmeidigen und schön timbrierten Alt das viel zu laute Cello/Kontrabaß-Duo in tiefen Lagen immer wieder in Gefahr brachte. Zwar keinen anderen, aber doch einen neuen Buxtehude lehrte uns Joachim Fontaine kennen, mit hoher Professionalität.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    '24.10.1993	Giacomo Carissimi<br>' +
    'Jephte, Jonas, Solomotetten<br>' +
    'SZ 26.10.1993<br>' +
    'Signale aus Saarlouis<br>' +
    'Nike Keisinger<br>' +
    '...<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +  
    'Die Evangelische Kantorei Saarlouis, an diesem Abend in Höchstform, assistierte mit schön ausgestalteten Chorsätzen, die besonders in den lyrischen Passagen intensiv nachwirkten.' +
    '(...) Modelle für die aufkeimende historische Aufführungspraxis hierzulande, die zwischen provinziell-„hausgemachten“ Eigenprodukten und dem passiven Bestaunen internationaler Spitzenensembles einen goldenen Mittelweg aufzeigen.' +
    '...' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    'Sonntagsgruß<br>' +
    'Wirbelwinde, Hagelkörner und Donnerschläge' +
    'Anne Dunkel<br>' +
    '...<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +    
    'Joachim Fontaine hat seinen Chor zu einem eingeschworenen, flexibel agierenden Sängerensemble gemacht. Ein enormes Maß an Musikalität, Klangkultur und feiner musikalischer Ausdruckssprachc legte die Evangelische Kantorei Saarlouis in die getragenen, weitausladenden Chorsätze (...) Starrer und unbeweglicher klebten die Sängerinnen und Sänger an den Noten der Doppelchöre der Oratoriums „Jephte". Bei aller hörbaren Sorgfalt der Einstudierung dieses diffizilen achtstimmigen Geflechts erreichte das „schreckliche Getöse" der „Wirbelwinde, Hagelkörner und Donnerschläge" nicht ganz die Phantasie der Zuhörer.' +
    '</p>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
/*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 1992">Kritiken 1992<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">15.03.1992	English Cathedral Music<br>' +
    '         	Völklinger Versöhnungskirche<br>' +
    'SZ<br>' +
    'Romantisches aus englischen Kathedralen<br>' +
    'Die Evangelische Kantorei Saarlouis in der Völklinger Versöhnungskirche<br>' +
    'Stefan Uhrmacher<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +     
    'Zwischen Henry Purcell und Edward Elgar schipperten die Engländer in Sachen klingende Muse bekanntlich durch eine Flaute. Importe vom Kontinent bestimmten das Musikleben: vor allem Opern aus Italien und Konzertantes aus Deutschland. Gelegentlich stöbern Enthusiasten aber doch noch spezifisch britische Klänge und Traditionen jener dürren Zeiten auf. Beispiel Kirchenmusik: Wußten Sie, daß bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Blüte der „English Cathedral Music" einsetzte? Pionier war Samuel Sebastian Wesley (1810-76), dem uns eher geläufige Tonsetzer wie Charles Stanford und Frank Bridge folgten. Weniger bekannte Komponisten pflegen diese romantische geistliche Musik bis in die Gegenwart' +
    'Eine kleine schlaglichtartige Bestandsaufnahme gab s nun in der Völklinger Versöhnungskirche durch die Evangelische Kantorei Saarlouis. Gleich vorweg: Was die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Joachim Fontaine präsentierten, war musikhistorisch nichts Revolutionäres, zu sehr wandeln die englischen Kathedralen-Meister auf kontinentalen Spuren. Dennoch besitzen ihre Werke einen eigenen, oft wenig sakralen Charme.' +
    'Dramatik, Schwere und Komplexität Bachscher Tradition, wie sie noch in Mendelssohns auch im Programm vertretener „Hymne" nachklangen (schließlich war Mendelssohn Initiator der nach England überschwappenden Bach-Renaissance), sind ihnen fremd, Statt dessen: klare, in der Regel homophone Bauart mit weiträumig-gleichförmigen dyna¬mischen Steigerungen (Wesleys „Blessed be the God“), und effektvollem Vis-à-vis von Männer- und Frauenstimmen (Woods „O thou the central orb“).' +
    'Duftig leicht pulsiert der Chor bei Howells „A spotless rose“ im Wechsel mit dem Baß des diszipliniert singenden Albert Benjes. Das Ensemble zeigte eine souveräne Leistung, nur die zahlenmäßig schwache Damenriege ließ stellenweise die Anstrengung merken. Personelles Defizit? Auch die Solo-Sopranistin Barbara Ikas war kurzfristig eingesprungen, brachte den Part aber sicher und mit viel Ausdruck über die Runden.' +
    'Der oft beschaulichen Vokalmusik mit manchen geradezu kindlich-naiven Texten (Taverners „The lamb") entsprachen die Orgel-Zwischenspiele: Andreas Rothkopf realisierte die liedartigen Sätze und scherzo-ähnlichen Miniaturen mit viel Einfühlungsvermögen und trumpfte zum Finale bei Stanfords „Fantasia und Toccata" mit makelloser Fingerfertigkeit auf.' +
    '</p>' +           
    '<pre class="nurfet">' + 
    '15.03.1992	English Cathedral Music<br>' +
    '         	Völklinger Versöhnungskirche<br>' +
    'Sonntagsgruß März 1992<br>' +
    'Kathedrale Pflänzlein<br>' +
    'Kantorei Saarlouis: English Cathedral Music<br>' +
    'Anne Dunkel<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +     
    'In England ist vieles anders als sonstwo auf der Welt: das fängt mit dem Wetter und dem Links¬verkehr an und geht bis zur Lammkeule, die erst mit Pfefferminzsauce zur Delikatesse wird. Selbst der Musik englischer Komponisten hört man die lnsellage des Königreiches an; Im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als ein musikalisches Genie nach dem anderen das Festland bevölkerte, waren solche Ta¬lente in England auffallend dünn gesät. Sie hätten aber auch gar nicht den richtigen Nährbo¬den gefunden, dafür war man viel zu sehr mit der Industriellen Revolution und ihren Folgen beschäftigt. Und doch keimte auch im Inselreich ein zartes Pflänzlein nationaler Musikkul¬tur. Ort des Geschehens waren die großen Kathedralen.' +
    '„English Cathedral Music" stellte jetzt die Evangelische Kantorei Saarlouis unter der Leitung von Joachim Fontaine und der Mitwirkung von An¬dreas Rothkopf (Orgel) in der Kirche St. Michael in Saarbrücken vor. Komponistennamen wie Charles Wood, Percy Whitlock oder Frank Bridge sagen uns hierzulande wenig - um so interessanter, sie über ein gut dokumentiertes Programmheft und den Vortrag ihrer Werke näher kennenzulernen. Romantische Züge tragen die Anthems „O thou the central orb" von Charles Wood (1866-1926) und „Blessed be the God and Father“ von Samuel Sebastian Wesley (1810-1876). Mit ihren gut 20 Sängerinnen und Sängern war die Evangelische Kantorei Saarlouis fast unterbesetzt, um das ganze Klangpotential dieser Werke auszuschöpfen. Vor allem im Forte wurde der Chorklang empfindlich von den Männerstimmen dominiert. Dabei fehlte es den sehr schönen, jungen Frauenstimmen lediglich an Quantität, wie in dem Dialog von Sopran und Alt in John Taveners „The lamb“ hörbar wurde.' +
    'Das gut funktionierende Zu¬sammenwirken der Sopranistin Barbara Ikas (kurzfristig für die erkrankte Susanne Gastauer eingesprungen) mit Chor und Orgel machte den Hymnus „Hör  mein Bitten" des in England hochgeschätzten Felix Mendelssohn Bartholdy zum Höhepunkt des Konzerts. Im Hinblick auf die musikalische Gesamtwirkung steuerte Joachim Fontaine die unterschied lieben Klangquellen geschmackssicher aus. Barbara Ikas sang ausdrucksvoll, ließ ihren Ton jedoch in hohen Lagen zu viel Vibrato entwickeln, was um so mehr ins Gewicht fällt, wenn man bedenkt, daß ihr Part ursprünglich für einen Kna¬bensopran geschrieben wurde.' +
    'Soviel Neugierde die Programmzusammenstellung mit den englischen Namen auch schürte, zum großen Aha-Erlebnis reichte ihre Wirkung dann doch nicht aus. Mehr als die Chorwerke machten das die von einem erfahrenen und re¬nommierten Interpreten wie Andreas Rothkopf vorgetrage¬nen Orgelwerke klar. Bei allem Bemühen des Organisten um Stringenz und Ausdruck — das Larghetto fis-moll von Samuel Sebastian Wesley wirkte episodenhaft, E. D Evrys „Allegretto tranquillo" epigonal. Das Adagio E-dur von Frank Bridge und „Fantasia und Toccata op. 57" von Charles Stanford gaben jedoch Andreas Rothkopf die Möglichkeit, Kapazitäten des Instruments und des Raums auszuschöpfen. Solche vollgriffigen wuchtigen Akkorde haben seinerzeit wohl selbst das profunde Mauerwerk der altehrwürdigen Kathedralen Englands erschaudern lassen.' +
    '</p>' +                 
    '<pre class="nurfet">' + 
    '29.11.1992	Georg Friedrich Händel<br>' +
    '          	Belsazar<br>' +
    'Sonntagsgruß<br>' +
    'Als musikalisches Drama aufgeführt<br>' +
    'Evangelische Kantorei Saarlouis spielte Händels Oratorium „Belsazar“<br>' +
    'Anne Dunkel<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +     
    'Nach Bachs Johannespassion hat die drei Jahre junge Evan¬gelische Kantorei Saarlouis unter der Leitung von Joachim Fontaine jetzt ein zweites Großprojekt erarbeitet: das Oratorium „Belsazar" von Ge¬org Friedrich Händel. Wie im fünften Kapitel des Buchs Daniel beschrieben, so beleidigt, verhöhnt und verlacht Belsazar den Gott der Juden. Plötzlich, wie von Geisterhand geschrie¬ben, erscheinen an der Palast¬wand die Worte „Mene tekel uphars in". Belsazar fällt noch in dergleichen Nacht im Kampf gegen die Perser.' +
    'Joachim Fontaine entschied sich für die 1744 entstandene, knapp dreistündige Urfassung des Werks. Der englische Text fand sich samt Übersetzung in dem hervorragend konzipierten Programmheft abgedruckt. Zugunsten einer authentischen Wiedergabe nahmen die Aus¬führenden also das unvermeidliche Umblättergeraschel – das sich beim Mitlesen nicht ver¬meiden läßt – mit Gelassenheit. Zwar hatte Händel, als er den „Belsazar" schrieb, längst schon enttäuscht der Oper abgeschworen - wie deutlich er jedoch beim Komponieren die Vision einer Bühnenhandlung vor Augen gehabt haben muß, wird in den dramatischen Knackpunkten der Handlung deutlich: die Orgie im babyloni¬schen Palast, die verzweifelten Warnungen Nitocris – Belsazars Mutter – die unheimliche Geisterschrift...' +
    'Das güteversiegelte, junge Solistenquintett – alle Solisten sind ausgewiesene Fachleute der Alten Musik – war sich in seiner Werkauffassung einig: „Belsazar" ist ein musikalisches Drama. Bühnenbild, Requisiten, Kostüme ersetzten sie durch stimmliche und gestische Ausdruckskraft. Glanzlichter wa¬ren hier Julia Gooding (Nitocris/Sopran), und Titelheld Richard Edgar-Wilson (Te¬nor). Sie verlegten Belsazars Lustgelage in die Evangelische Kirche Saarlouis. Innerhalb des leistungsmäßig nicht ganz aus¬gewogenen Solistenensembles beeindruckten sie sowohl durch die Tiefe ihres Ausdrucks, als auch durch die leichte, natürliche, klangschöne Art ihrer Stimmführung.' +
    'Dem szenischen Ausdruckwillen der übrigen Solisten waren gewisse Grenzen gesetzt. Bassist Stephen Charlesworth er¬wies sich als gelenkiger Kletterer im Koloraturengerüst, verlor in Spitzenlagen jedoch an Baßschwärze. Helen Lothian (Cyrus/Mezzosopran) war krankheitsbedingt geschwächt. Countertenor Roland Kunz – einziger Saarländer unter den englischen Solisten – entwickelte nur in der Höhe die ganze Strahlkraft seiner Stimme, bis zur Mittellage blieb sie farblos.' +
    'Für Überraschung sorgte das Ausdrucksspektrum des Chores, der seiner Funktion als „Seele des Werks" ganz gerecht wurde. Bei aller diffiziler Kleinarbeit, trotz komplizierter Einsätze und heiklen Zusammenklängen verloren die gut 30 Sängerinnen und Sänger nie die große dramatische Ausdruckslinie aus dem Sinn. Dabei fällt dem Chor die schwierigste Aufgabe zu. Er muß gleich drei Rollen bühnenreif verkörpern: die Kriegsschreie der Perser, den Festrausch der Babylonier, die Frömmigkeit der Juden. Joachim Fontaine stand einem sehr beweglichen, in allen Stimmregistern leistungsstarken Sängerensemble vor, dem die zum Teil sehr schnellen Tempi zumutbar waren. Die wuchtigen Akkordklötze der homophonen Abschnitte kontrastierten effektvoll mit den fein ziselierten, zierlich gehaltenen Chorfugen.' +
    'Das Instrumentalensemble „Una Volta" trug die von der Szene ausgehende Musikauffassung mit. Unsauberkeiten in den kurzen Streicherzwischenspielen innerhalb einzelner Gesangsnummern und intonationsschwache Trompetenklänge blieben Randbemerkungen in einer Aufführung, die das Mittelmaß weit überschritt.' +
    '</p>' + 
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
  /*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 1991">Kritiken 1991<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">10.11.1991	Johann Sebastian Bach<br>' +
    'Johannespassion<br>' +
    '</pre>' +
    'SZ 12.11.1991<br>' +
    'Bach auf Originalinstrumenten<br>' +
    'Evangelische Kantorei Saarlouis führte Johannespassion auf<br>' +
    'Anne Schneider</pre><br>' +
    '<p class="blocksatz">' + 
    'Im Kirchenjahr nähern wir uns zwar erst der Adventszeit, kein Grund jedoch für Chöre/ach auf inhaltlich stimmige Oratorien zu beschränken. Wendet man sich nämlich jetzt wie die Evangelische Kantorei Saarlouis einer der großen Passionen zu, ist die öffentliche Aufmerksamkeit größer als in der Vorosterzeit.' +
    'Aufmerksamkeit heischte aber auch schon die Darbietung der Bachschen Johannespassion auf Originalinstrumenten im Stil historischer Aufführungspraxis, denn solche Darbietungen sind im Saar¬land die große Ausnahme. Der Vorsprung der Engländer in diesem Interpretationsbereich veranlaßte wohl den jungen Dirigen¬ten Joachim Fontaine, sich die Mitwirkung einiger Londoner Solisten zu sichern.' + 
    'So ist etwa der Oboist Matthew Peaceman ein absoluter Profi, der – gleichgültig, ob er die normale Barockoboe oder ihr Va¬rianten als Caccia- oder d amore-Instrument bläst – zu einem einfühlsamen Ton und melodisch geschmeidigen Linien fin¬det, die den Sängern fast den Rang ablaufen. – Schade, daß die sonst so penibel die historischen Bedingungen berücksichtigende Aufführung in einem Punkt der Besetzung nicht ganz entsprach: Durch den Verzicht auf die Viola d amore in der Geißelungsszene (Baßarioso und Tenorarie) ging etwas vom traditionellen Lamentocharakter dieser Gesänge verloren.' + 
    'Auch bei den Solosängern waren interna¬tional bekannte Namen wie Rufus Müller vertreten. Dieser "Tenor verfügt über eine phänomenale Gesangstechnik: Ohne jegliche Ermüdungserscheinungen bewältigt er souverän und intonationssicher seine Rezitativpartie, die das Rückgrat der Passion bildet Wie mühelos schiebt er noch koloraturreiche Arien ein, die ihm atemtechnisch nicht die Spur von Problemen zu bereiten scheinen. Leider fielen dagegen die Jesus-Rezitative Peter Flochs ab, der Schwierigkeiten beim Registerwechsel und auch in der Intonation offenbarte.' + 
    'Nicht unbedingt aus England hätte Fon¬taine die Sopran- und Altussolisten Jayne Whitaker und Robert Harre-Jones für jeweils zwei Arien engagieren müssen. Der Altus wirkte arg artifiziell und eng in der Stimme, die Sopranistin sang ihre letzte Arie — entgegen dem Gesamtkonzept — sehr vibratoreich. Adolf Seidel, bekannter Bassist hierzulande, zeigte ein differenzier¬tes Spektrum an Ausdruckskraft: getragene Zurückhaltung im Arioso, stimmliche Beweglichkeit in der „Eilt"-Arie und markige Deklamation als Petrus bzw. Pilatus.' + 
    'Großes Lob verdient der Chor, der mit nur sieben bis zehn Sängern pro Stimme sehr kraftvoll und sicher in den dramatischen Turbachören agierte. Trotz sehr zügiger und packend erregter Tempi ging textlich nichts verloren. Daß es dem Dirigenten auf klangliche Transparenz ankam, bewiesen nicht nur die dynamisch klar gegliederten langen Chorsätze, auch in den schwierigen fugierten Abschnitten verschwammen die Linien kaum.' + 
    '</p>' +
    'SZ 13.11.1991<br>' +
    '<p class="blocksatz">' + 
    'Die Johannespassion war das Großereignis am Sonntag in Saarlouis. Als sich das Portal der evangelischen Kirche schloß, mußten viele Freunde der Kirchenmusik draußen bleiben. „Ausverkauft“ war für Pfarrer Christian Wermbter sowohl ein freudiges als auch trauriges Ereignis. Im Kircheninnern lauschten die Gäste dem Gesang und der Musik. Unter Leitung von Joachim Fontaine boten die Sängerinnen und Sänger der evangelischen Kantorei Saarlouis einen Kunstgenuß. Die Zuhörer spendeten dem Bachwerk sowie dem instrumentalen Vortrag des Ensemble Una Volta dann auch viel Beifall.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' +
    'SR Info Nr. 4/92<br>' +
    'Samstag, 11. 4., 10.00 Uhr, SR4<br>' +
    'Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach<br></pre>' + 
    '<p class="blocksatz">' +     
    'Aufzeichnung eines Kon¬zerts der Evangelischen Kan¬torei Saarlouis in der Evange¬lischen Kirche Saarlouis. Leitung: Joachim Fontaine' +
    'So hat man die Johannes-Pas¬sion im Saarland noch nicht gehört: mit Barock-Violinen, mit Traversflöten in der Bauart des 18. Jahrhunderts, mit Countertenor und anderen in barocker Gesangstechnik ge¬schulten Vokalsolisten. Nur ein kleines Kammerensemble begleitet den etwa 30 Perso¬nen starken Chor: So war es zur Zeit Johann Sebastian Bachs. Zu Wege gebracht hat diese Aufführung mit histori¬schen Instrumenten der En¬thusiasmus eines jungen Cho¬res und seines Dirigenten: die Evangelische Kantorei Saar¬louis unter ihrem Leiter Joachim Fontaine. Unterstützt wurde das Unternehmen von der Heimatgemeinde des Chores, der Evangelischen Kirchengemeinde Saarlouis und von zahlreichen privaten Spendern. Nur so war es mög¬lich geworden, drei Vokalsoli¬sten aus England zu engagie¬ren, unter ihnen den Tenor Rufus Müller, der bereits bei der CD-Einspielung der Johannes-Passion unter John Eliot Gardiner mitgewirkt hat. Auch die beiden anderen englischen Barock-Solistinnen: Jayne Whitaker (Sopran) und Robert Harre-Jones (Altus), sind durch die traditionsreiche Schule englischer Elite-Chöre gegangen und wirken heute in Ensembles wie dem Taverner Choir oder den Tallis Scholars mit.' +
    'Der Saarländische Rundfunk hat die außergewöhnliche Aufführung am 10.11.91 in der Evangelischen Kirche Saarlouis aufgezeichnet.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' +
    'Sonntagsgruß November 1991<br>' +
    'Evangelische Kantorei Saarlouis sang die „Johannespassion“<br>' +
    'Vom Wort bestimmte Interpretation<br>' +
    'Joachim Fontaine versuchte Annäherung an historische Aufführungspraxis<br>' +
    'Anne Dunkel<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +     
    'Seit mindestens zehn Jahren ist die Johannespassion auf dem besten Wege, der gewaltigeren und mit ihrer fünfstündigen Aufführungsdauer viel länge¬ren Matthäuspassion den Rang des häufiger gespielten Werks abzulaufen. Bei uns konnte man die Passionsgeschichte nach den Worten des Johannesevangeliums und der Musik von Johann Sebastian Bach noch im vergan¬genen März mit der Evangelischen Chorgemeinschaft in der Ludwigskirche hören. Eine verfilmte Version läuft gerade in den Kinos an.' +
    'Jetzt, stimmungsmäßig zwar in den tristen November, nicht aber in die Chronologie des Kirchenjahrs passend, führte die Evangelische Kantorei Saarlou¬is unter der Leitung von Joachim Fontaine die Nr. 245 des Bachwerkeverzeichnisses in der Evangelischen Kirche Saarlouis auf. Schon die Namensliste der Solisten und Musiker verriet, daß dieses Konzert unter ganz bestimmten Vorzeichen stand.' + 
    'Joachim Fontaine strebte eine Annäherung an die historische Aufführungspraxis an: ein mit 30 Sängern verhältnismäßig kleiner Chor (wahrscheinlich mußte Bach jedoch mit weit weniger Sängern auskommen), ein in allen Stimmen einfach besetztes Orchester, Musiker, die auf Nachbauten historischer Instrumente spielten und Gesangssolisten, deren Erfahrung und Arbeitsschwerpunkt im Bereich der Alten Musik liegt.' + 
    'Man weiß um Bachs musikdra¬matisches Talent und so setzte Joachim Fontaine hier auch seine Interpretation an. Das sehr langsame Tempo und die fast stereotype Akzentgebung gaben dem Eröffnungschor „Herr, unser Herrscher" den Charakter in sich versunkener , Anbetung. In der vollbesetzten Evangelischen Kirche Saarlouis wirkte der Chorklang zu Beginn noch etwas glanzlos, matt und männerlastig. Nach dieser ersten Anpassungsschwierigkeit an die Akustik (vielleicht mußte man sich auch einfach nur vom Lampenfieber freisingen), entwickelte sich der Chor zu einer sicheren, gut abgemischten und ausdrucksstarken Größe im Gesamtgefüge.' + 
    'Seine besondere Stärke entfaltete er zweifellos immer dort, wo er in der Rolle des Volkes auftrat: bedrohlich, trotz des polyphonen Satzes textverständlich die Anklage „Wäre dieser nicht ein Übeltäter", aggressiv-fordernd, wie die Eröffnung einer Hetzjagd der Ruf „Kreuzige ihn", neugierig und sensationshungrig die Frage „Bist du nicht seiner Jünger einer"? Auch in den Chorälen war die Textdeutung hörbar oberstes Gebot. Die Gesangssolisten verfolgten den gleichen Zugang zum Werk.' +
    'Eindringlich, jedes einzelne Wort in seiner Bedeutung auslotend, führte Rufus Müller (Tenor) als Evangelist durch die Passionsgeschichte. Die Schönheit seines Tons, die Ausdruckstiefe seines Gesangs, wird wohl kaum zu übertreffen sein. Überhaupt hatte Joachim Fontaine die Solistenriege mit viel Fingerspitzengefühl und dem Gespür für harmonisierende Stimmtypen zusammengestellt. Peter Floch (Bariton) sang einen abgeklärten, den Ereignissen gelassen entgegensehenden Jesus. Jayne Whitaker (Sopran) und Adolf Seidel (Baß) verzichteten ebenfalls auf alle übertriebene Künstlichkeit zugunsten einer überzeugenden Ausdruckshaltung. Eigenwillig und gewöhnungsbedürftig wirkte in diesem Klanggefüge die Stimme des Countertenors Robert Harre-Jones.' + 
    'Die in der alten Aufführungspraxis geschulten Musiker trugen die vom Wort bestimmte Interpretation des Werks mit. Ihre vibratolosen, drahtigen Streicherklänge und barocken Holzbläsertöne von Traversflöte. Oboe d amore, Oboe da caccia und Barockoboe schneiderten dieser Saarlouiser Aufführung der Johannespassion einen historisch-stilechten Klangmantel.' +  
    '</p>' +    
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' + 
  /*  -------------------------------------------------------- */
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 1990">Kritiken 1990<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">07.01.1990	Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium, Teil IV, <br>' +
    '                      	Maurice Duruflé, 4 Motetten<br>' +
    'SZ 16.1.1990<br>' +
    'Frische Stimmen, anspruchsvolle Werke<br>' +
    'Evangelische Kantorei überzeugte bei Kirchenkonzert in Saarlouis</pre><br>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Saarlouis (hl). Eine festliche Stunde musi¬kalischen Erlebens stellte das Kirchenkonzert dar, mit dem in der evangelischen Kir¬che in Saarlouis das Jahr 1990 eingestimmt wurde. Pfarrer Christian Wermbter konnte neben den Mitwirkenden – der Evangelischen Kantorei, einem Kammerorchester und mehreren Solisten — erfreulich viele Zuhörer willkommen heißen.' +
    'Was die Evangelische Kantorei Saarlouis — vor gut einem Jahr von Kirchenmusiker Joachim Fontaine ins Leben gerufen, der derzeit in England sein Studium der Musikwissenschaft fortsetzt und verbreitert und der zum Konzert in die Heimat gekommen war — unter der Leitung von Henning Kussel darbot, war ein Genuß.' +
    'Der ursprüngliche Gedanke Fontaines, mit engagierten Sängerinnen und Sängern anspruchsvolle Chorliteratur zu offerieren, kennzeichnete das Kirchenkonzert, das den Wunsch aufkommen ließ, daß sich die Zahl der rund 20 jungen Sängerinnen und Sänger weiter vergrößern wird.' +
    'Sehr sauber und klar gezeichnet erklangen die vier Motetten aus dem Schaffen von Maurice Duruflé (1902-1986), so „Ubi caritas" („Seht, uns führt zusammen Christi Liebe"), „Tota pulchra es" („Vollkommen schön bist Du, Maria"), das aufrüttelnde „Tu es Petrus" und das eindrucksvoll ausgedeutete „Tantum ergo" („Laßt uns tiefgebeugt verehren"), in dem der zeitgenös¬sische Komponist die gregorianische Choralweisen mit einem anmutigen Rankenwerk mehrstimmiger Melodieführung ver¬sehen hat. Höhepunkt des Kirchenkonzertes war die Kantate „Fallt mit Danken" aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, in dem Susanne Gastauer (Sopran), Benedikt Schillo (Tenor) und Pe¬ter Floch (Baß) ihren solistischen Part überzeugt zu meistern verstanden und die Leistung des Chors, der willig den künstle¬rischen Intentionen seines Leiters Henning Kussel folgte, unterstrichen. Daß der Auftritt der Evangelischen Kan¬torei durch das gekonnt und mit lobenswer¬ter Präzision musizierende Streichorche¬ster wirkungsvoll untermalt und unter¬stützt wurde, sei gerne vermerkt!' +
    'Wie aus einem Guß imponierte das Zu¬sammenwirken von Chor und Orchester im Bachschen Weihnachtsoratorium, in dem der Orchesterpart sich stets willig dem Gesang von Kantorei und Solisten unterord¬nete und den Eindruck vertiefte.' +
    'Damit unterstrich das Orchester, mit vielen jungen Musikstudierenden besetzt, den guten Eindruck, den bereits das zum Auftakt offerierte „Doppelkonzert für zwei Violinen, d-Moll" hinterlassen hatte. Das Werk von Johann Sebastian Bach machte zudem mit Astrid Niederer und Almut Funk mit zwei Violin-Solistinnen bekannt, die ihren Part bravourös meisterten. Im langen Bei¬fall für alte Mitwirkenden schwang bereits die Freude auf die nächste Begegnung von der Evangelische Kantorei mit.' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    '20.10.1990	Chorkonzert Basilika St. Johann<br>' +
	  '                         Telemann – Bach („Jesu, meine Freude“) – Morin<br>' +
    'SZ 22.10.1990<br>' +
    'Chor kam ohne Pathos aus<br>' +
    'Erich Barbian</pre><br>' +
    '<p class="blocksatz">' +     
    'In der Kürze soll bekanntlich die Würze liegen. Beim Samstagabendkonzert in der Basilika St. Johann jedenfalls war das so. Keine volle Stunde dauerte das Konzert, doch das Programm hatte es in sich: Es war gespickt mit kniffligen Passagen und Tonsprüngen in stimmlich heikler Lage.' +
    'Allem voran Johann Sebastian Bachs Motette „Jesu, meine Freude“, an die sich Joachim Fontaine und die Evangelische Kantorei Saarlouis herangewagt hatten. Ein Werk, das einen restlos — niemals aufgesetzten — gläubigen Ausdruck ver¬langt und dessen singtechnische Schwie¬rigkeiten schon, manchem Profichor die Angstschweißperlen auf die Stirn getrie¬ben haben. Gilt es hierbei doch, die Stim¬me beständig schlank und instrumental zu führen — und gleichzeitig einen Verkündungs- und Verheißungston zu treffen, der ohne jegliches Pathos auskommt' +
    'Joachim Fontaine und die knapp 30 Sängerinnen und Sänger der Evangelischen Kantorei Saarlouis standen die Herausforderung beachtlich durch. Glei¬chermaßen deklamatorisch wie gelehrig im Duktus, begegneten sie den Klippen meist mit schnellen (dabei vertretbaren) Tempi — und wenn Joachim Fontaine den Chor passagenweise breiter werden ließ, waren teilweise formschöne Klangsequenzen zu hören.' +
    '</p>' +
    '<p class="nurfet">' +     
    'Hörenswerte Solostücke</p>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    'Hörenswert auch die beiden Solostücke des Abends: Georg Philipp Telemanns Kantate „Ew ge Quelle, milder Strom" und die Sopranmotette des ersten französischen Kantatenkomponisten Jean Baptiste Morin — leichte Musik, die aber erst einmal so leicht serviert werden wollte.' +
    'Die noch jungen Solisten Stephan Federkeil (Bariton) und Susanne Gastauer -(Sopran) gefielen durch sichere Musikalität und gut geschultes Stilempfinden bei einstweilen noch eng geführter Stimme. Die Continuo-Gruppe, Norman Kunz (Querflöte), Judith Hasmann (Violoncel¬lo), Martin Krätzel (Kontrabaß) und Jür¬gen Dietrich (in den Solowerken Joachim Fontaine), Cembalo, gab allen Stücken ein sicheres, tragfähiges, gefälliges Fundament. ERICH BARBIAN' +
    '</p>' +
    '<pre class="nurfet">' + 
    '09.12.1990	Adventskonzert<br>' + 
    'SZ<br>' + 
    'Vorfreude auf die Festtage geweckt<br></pre>' +
    '<p class="blocksatz">' +    
    'Saarlouis (hl). Es war nicht nur der erfreulich gute Besuch, sondern auch die gesangliche und instrumentale Leistung, die das Adventskonzert in der evangeli¬schen Kirche in Saarlouis auszeichneten. Zur Einstimmung hatte sich Organist Joachim Fontaine die Komposition „A la venue de Noël“ von Corette ausgesucht, deren klangliche Schönheiten er feinfühlig herausarbeitete. Das Bläserquartett Martin Schmidt (Ensdorf) vermittelte mit der „Hornmusik zum Advent" ebenso einen Eindruck seines gediegenen Könnens wie im weiteren Programm mit „Es weht durch einen Frieden“ von J. Otto und dem Beethoven schen „Opferlied".' + 
    'Einen bedeutsamen Part im Advents¬konzert hatte das über die Landesgrenzen hinaus bekannte Silcher-Quartett aus Lisdorf übernommen. Unter seinem Dirigenten H. Schmitt trug das Quartett bei zwei Auftritten insgesamt zwölf Liedsätze vor, die ihm langanhaltenden Beifall einbrachten.' + 
    'Wohltuend an der ganz charakteristischen Singweise des Quartetts fiel auf, wie schön die Eigenheiten der ausgewählten Lieder zum Ausdruck gebracht wurden. Da waren die anrührenden Sätze aus dem „Bayerischen Liederbuch“, aber auch die Lieder von Carl Orff das ,Susani" von Lendwai oder das Spiritual „Old Josia" fielen in der Fülle der exzellenten Darbietungen auf und weckten Vorfreude auf die kommenden Festtage.' + 
    'Imponierend war der Beitrag der Evangelischen Kantorei unter Leitung von Joachim Fontaine. Mit den Chören „Machet die Tore weit" von Hammerschmidt, „Die Nacht ist kommen" von J. R Schein, der Cornelius-Komposition „Die Könige" und den beiden Kodaly-Sätzen „Veni Emanuel“ und „Abendlied" demonstrierte die Kantorei ihr kulturell bedeutsames Wirken, Und mit dem altfranzösischen Weihnachtslied „II est né" wurde in imponierender Ausdeutung ein Höhepunkt des Adventskonzertes serviert.' + 
    'Auch die beiden vom Silcher-Quartett und dem Ensdorfer Bläser-Quartett gestalteten Sätze „Sancta Maria" von Schweizer-Schuler und das festliche „Tochter Zion" fanden lebhaften Applaus, der die Zugabe „Süßer die Glocken" herausforderte. Joachim Fontaine setzte mit dem Orgelnachspiel über „Creator alme siderum" von A. Guilmant den Schlußpunkt. Der Erlös des Konzertes war für die Kirchenrenovierung bestimmt.' + 
    '</p>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' +   
    '<p class="nurfet"><a name="Kritiken 1989">Kritiken 1989<br></a></p>' +
    '<pre class="nurfet">30.06.1989 Geistliche Abendmusik<br>' +
	  '                   Johann Sebastian Bach: „Jesu, meine Freude“<br>' +
    'SZ 07.07.1989<br>' +
    'Erster Auftritt war verheißungsvoll.<br>' +
    'Evangelische Kantorei stellte sich mit Kirchenkonzert vor.</pre><br>' +
    '<p class="blocksatz">' +
    '...Daß hier wie auch in den übrigen Sätzen manche Melismen in der Ausführung der Evangelischen Kantorei im Gesamtklang der Stimmen etwas „auseinanderfallen", ist sicherlich auf eine ungenügende Strukturierung der Koloraturen zurückzuführen. (...) Im übrigen jedoch zeichnet sich der Chor durch differenzierte, flexible Stimmführung aus und geht dabei sterilen beziehungsweise starr traditionellen Ansätzen aus dem Wege. Joachim Fontaine macht es sich keineswegs leicht mit musikalischer wie textlicher Ausdeutung, läßt nichts unreflektiert im Raum. So wirkt die Motette in ihrer Gesamtheit und strukturellen Vielschichtigkeit - nicht zuletzt durch die ausgewogenen Chorstimmen (...) – niemals überladen, sondern stets lebendig und glaubwürdig. ...' +
    '</p>' +
    '<a href="#" class="top_oben nurright">&nbsp;</a>' +
    '<hr width="100%">' +     
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  }
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